Remedy nach CONTROL Resonant: Umsatz verdreifacht, operativer Gewinn bei 0,6 Millionen Euro

CONTROL Resonant PC ab 33,33 €
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Remedy hat im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 39,6 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahresquartal waren es 12,2 Millionen Euro. Der Start von CONTROL Resonant am 24. September gab den Ausschlag. Trotz des Umsatzsprungs blieb der operative Gewinn mit 0,6 Millionen Euro vergleichsweise klein. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den das finnische Studio am 3. November veröffentlicht hat.

Ein Verkaufsstart verändert die Umsatzstruktur

Allein 35,3 Millionen Euro der Quartalseinnahmen stammen aus Spieleverkäufen und Lizenzgebühren. Ein Jahr zuvor waren es 6,0 Millionen Euro. Entwicklungshonorare trugen weitere 4,3 Millionen Euro bei, unter anderem aus dem Max Payne 1&2 Remake und der abschließenden Vergütung für die Entwicklung von CONTROL Resonant im Rahmen der Annapurna-Vereinbarung.

Das Quartal enthält Vorbestellungen und lediglich die ersten sieben Verkaufstage von CONTROL Resonant. Das Action-Rollenspiel erschien am 24. September für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Am 15. Oktober meldete Remedy die erste Million verkaufter Exemplare. Diese Zahl stammt bereits aus der Zeit nach dem Quartalsende und ist daher kein zusätzlicher Verkaufswert innerhalb der heute vorgelegten Bilanz.

Warum aus 39,6 Millionen Euro Umsatz nur 0,6 Millionen Euro operativer Gewinn werden

Remedy veröffentlicht CONTROL Resonant selbst und trägt damit auch Plattformgebühren und Umsatzbeteiligungen. Annapurna erhält einen Anteil an den Spieleerlösen, solange die vereinbarten Investitionen noch nicht wieder eingespielt sind. Hinzu kommen die Abschreibungen auf die Entwicklungskosten und eine Marketingkampagne, deren Ausgaben rund um den Start ihren Höhepunkt erreichten.

Der operative Gewinn von 0,6 Millionen Euro ist eine Verbesserung gegenüber dem Verlust von 16,4 Millionen Euro im dritten Quartal 2025. Dieser Vergleich benötigt allerdings Kontext: Damals belastete eine Wertminderung von 14,9 Millionen Euro für FBC: Firebreak das Ergebnis. Der Sprung beim operativen Ergebnis lässt sich deshalb nicht allein dem neuen Spiel zuschreiben.

Für die ersten neun Monate 2026 steht Remedy bei 62,9 Millionen Euro Umsatz, aber weiterhin bei einem operativen Verlust von 2,3 Millionen Euro. Ob das Gesamtjahr positiv endet, hängt wesentlich von den Verkäufen im Schlussquartal ab.

CONTROL gewinnt neue Spieler, weitere Projekte laufen

Remedy zufolge spielte knapp die Hälfte der Käufer von CONTROL Resonant zuvor noch keinen Teil der Reihe. Die USA stellten auf PC und Konsolen den größten Absatzmarkt. Außerdem nennt das Studio 2,4 Millionen weiterhin offene Wunschlisteneinträge. Das sind Kaufinteressenten, keine bestätigten Verkäufe.

Auch der erste Control-Teil verkaufte sich im dritten Quartal besser als im Vorjahreszeitraum. Für die Zukunft nennt Remedy weiterhin das Max Payne 1&2 Remake in voller Produktion bei Rockstar Games als Publisher. Ein weiteres, noch nicht näher vorgestelltes Projekt befindet sich in der Vorbereitung auf die Produktion. Konkrete Erscheinungstermine nennt der Bericht für diese Spiele nicht.

Die Zahlen machen damit zwei Entwicklungen sichtbar: CONTROL Resonant verschafft Remedy deutlich mehr Einnahmen aus dem eigenen Spieleverkauf. Gleichzeitig schlagen Marketing, Vertrieb und Entwicklungskosten auch beim erfolgreichen Marktstart unmittelbar auf das Ergebnis durch.

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