Ocarina of Time: Nintendo behält Hyrules getrennte Gebiete im Switch-2-Remake bei
The Legend of Zelda: Ocarina of Time Switch 2 ab 57,76 € Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 3 Minuten LesezeitNintendo macht aus dem neuen The Legend of Zelda: Ocarina of Time keine zusammenhängende Open World. In der für den 5. November 2026 angekündigten Switch-2-Neuauflage bleiben die einzelnen Regionen Hyrules durch eigene Kartenbereiche voneinander getrennt. Director HokWai Ng erläutert in einem am 2. November veröffentlichten Entwicklergespräch, dass die Übergänge zwischen Kokiri-Wald, Ebene von Hyrule und weiteren Gebieten bewusst erhalten wurden.
Die Entscheidung betrifft mehr als die Lade- oder Kartentechnik. Wer einen Ort verlässt und einen neuen betritt, soll wie im Nintendo-64-Original einen spürbaren Wechsel erleben. Das Remake will damit gerade nicht die Reisefreiheit von Breath of the Wild oder Tears of the Kingdom nachahmen, obwohl die neue Konsole größere, technisch nahtlose Spielwelten ermöglichen würde.
Mehr Details, aber nicht jeder Berg ist erreichbar
Das macht die Gestaltung der Ebene von Hyrule anspruchsvoller: Die Welt soll weitläufig aussehen, ohne Ziele zu versprechen, die Link gar nicht erreichen kann. Art Director Aya Shida beschreibt eine bewusste Abstufung. Begehbare Orte erhalten mehr sichtbare Details, entfernte Landschaften werden zurückhaltender gestaltet. Markante Bauwerke, darunter Schloss und Windmühle, wurden zur Orientierung im Maßstab betont.
Auch eine vertraute Tradition kehrt zurück. Der Illustrator der ursprünglichen Karte für Nintendo 64 fertigte für die Neuauflage erneut eine Weltkarte an. Nintendo setzt damit nicht bloß die bekannten Ortsnamen fort, sondern bewahrt die Art, wie Spieler den Weg durch diese Gebiete entdecken.
Warum die Figuren nicht fotorealistisch werden
Für die Charaktere nahm sich das Team Anregungen aus Puppentheater und handgemachten Filmeffekten. Die Kulissen werden deutlich dichter und plastischer, Link, Zelda und die ungewöhnlichen Bewohner Hyrules sollen trotzdem ihre vertrauten Konturen behalten. Eine rein realistische Darstellung hätte nach Ansicht des Teams nicht zu den stilisierten Figuren des Originals gepasst.
Wie weit diese Überlegungen reichen, zeigt Links Kleidung. Die Künstler betrachteten historische Materialien in Museen und versuchten selbst, Stoffe zu weben, um die Kleidung eines Kindes aus dem Kokiri-Wald glaubwürdig zu gestalten. Es geht also nicht nur um zusätzliche Polygone: Die Spielwelt soll auch bei näherem Hinsehen eine eigene materielle Logik besitzen.
Was sich beim Spielen tatsächlich ändert
Getrennte Gebiete bedeuten nicht, dass Nintendo auf Modernisierungen verzichtet. Die Switch-2-Version bringt eine frei steuerbare Kamera, Sprinten und eine direkte Sprungtaste. Der angekündigte Mikrofonmodus für Okarina-Melodien und eine Galerie für erneute Bosskämpfe sind weitere Zusätze. Sie verändern einzelne Interaktionen, während Reihenfolge und räumlicher Aufbau von Links Reise im Kern erhalten bleiben.
Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 ausschließlich für Nintendo Switch 2. Die Neuerungen stammen aus Nintendos Entwicklerangaben und Vorführungen. Eine eigene Spielerfahrung liegt dem Bericht nicht zugrunde.
Offizielle Informationen: Nintendo: Entwicklergespräch, Teil 2 (2. November 2026), Nintendo Deutschland: Ocarina of Time für Switch 2. Einen Überblick über Spielablauf, Technik und Veröffentlichungsdatum bietet auch die Spielseite zu Ocarina of Time.