Modern Warfare 4 entfernt echte Itaewon-Aufnahmen aus dem Intro
Call of Duty: Modern Warfare 4 PC ab 54,57 € Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 2 Minuten LesezeitActivision entfernt echte Aufnahmen der Itaewon-Katastrophe aus der Eröffnungssequenz von Call of Duty: Modern Warfare 4. Die Änderung ist für ein Spielupdate am 12. November 2026 angekündigt. Der Publisher entschuldigte sich am 30. Oktober bei den Betroffenen und ihren Angehörigen.
Eine reale Aufnahme in einer erfundenen Kriegsgeschichte
Die Kampagne von Modern Warfare 4 entwirft einen militärischen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel. Zum Einstieg verwendet das Spiel eine Montage aus Nachrichtenbildern, die den Eindruck einer eskalierenden Kriegslage vermitteln soll. In dieser Sequenz ist auch ein echter Ausschnitt zu sehen, auf dem ein Rettungshelfer einen Menschen wiederzubeleben versucht.
Die Szene stammt nicht von einem Kriegsschauplatz. Sie zeigt die Folgen der Massenpanik im Seouler Viertel Itaewon vom 29. Oktober 2022. Bei dem Unglück während der Halloween-Feierlichkeiten kamen 159 Menschen ums Leben. Die Verwendung der Aufnahme in einem fiktiven Kriegsszenario stieß besonders bei Hinterbliebenen auf Kritik.
Das Intro wird geändert
In einer am 30. Oktober an südkoreanische Medien übermittelten Erklärung kündigte Activision an, das betreffende Bildmaterial mit dem Update vom 12. November vollständig zu entfernen. Das Unternehmen betonte, dass es mit den eingesetzten Nachrichtenausschnitten weder die Katastrophe heraufbeschwören noch das Leid der Opfer verharmlosen wollte.
Die angekündigte Änderung betrifft die Aufnahmen in der Einleitung. Activision hat damit keine grundsätzliche Neufassung der Kampagne oder Änderungen an ihren spielbaren Missionen angekündigt. Bis zum vorgesehenen Update ist die Entfernung noch nicht umgesetzt.
Wie es zu der Entscheidung kam
Angehörigenverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen in Südkorea hatten die Verbindung von echten Katastrophenbildern mit der Unterhaltungshandlung kritisiert und deren Entfernung gefordert. Activision reagierte darauf mit einer öffentlichen Entschuldigung und einem konkreten Termin für die Überarbeitung.
Über die Erklärung des Publishers berichtete zunächst die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Auch die Zeitung Chosun Ilbo dokumentiert den angekündigten Entfernungstermin und die Stellungnahme der Hinterbliebenen.