Romero Games entwickelt Shooter nach Publisherwechsel mit kleinerem Team neu

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John Romero in einem dunklen Jackett vor einer abendlichen Stadtkulisse.
Bild: John Romero / romero.com · Bildquelle

Romero Games entwickelt seinen Shooter nach einem Publisherwechsel mit einem neu zugeschnittenen Team weiter. Das Studio hat die Produktion auf eine deutlich kleinere Mannschaft umgestellt. Statt den früheren Großentwurf unverändert fertigzubauen, entsteht ein anderes Spiel, das bereits entwickelte Technik, Waffen und Grafik nutzt.

John Romero bestätigte die Vereinbarung am 30. Oktober 2026 in einem Interview mit Video Games Chronicle auf der Gamescom Asia. Der neue Partner soll das überarbeitete Projekt veröffentlichen. Auch das Studio selbst bestätigt auf seiner Website, dass der Shooter trotz der Umplanung in Entwicklung bleibt.

Warum das alte Spiel nicht einfach fertiggestellt wird

Ein Shooter, der ursprünglich für eine Produktion mit rund 110 Beschäftigten ausgelegt war, lässt sich mit etwa 16 Entwicklern nicht im gleichen Umfang umsetzen. Romero hat deshalb die Aufgaben, Abläufe und den Umfang neu geplant. Die neue Produktion ist nicht bloß eine gekürzte Fassung des bisherigen Projekts.

Das frühere Team hatte bereits erhebliche Entwicklungsarbeit geleistet. Die Rechte an Figuren, Grafiken und Code liegen nach Romeros Angaben weiterhin beim Studio. Diese Bestandteile können im neuen Projekt verwendet werden, sodass die Mannschaft nicht jede Waffe, jedes System und jedes visuelle Element erneut entwickeln muss. Der neue Shooter erhält damit ein eigenes Konzept auf einer bestehenden technischen Grundlage.

Zehn ehemalige Beschäftigte kehren zurück

Der Verlust der vorherigen Finanzierung hatte Romero Games zu einem drastischen Personalabbau gezwungen. Von ursprünglich ungefähr 110 Beschäftigten blieben zwischenzeitlich fünf übrig. Mittlerweile konnte das Unternehmen zehn frühere Teammitglieder zurückholen, vor allem die Verantwortlichen seiner früheren Fachbereiche. Die aktuelle Mannschaft umfasst laut Romero rund 15 bis 16 Menschen.

Der kleinere Aufbau verändert auch die tägliche Entwicklungsarbeit. Romero beschreibt, dass er nun selbst wieder unmittelbar im Unreal Editor arbeitet und viele Designentscheidungen trifft. Statt zahlreiche Abteilungen zu koordinieren, arbeitet das Team enger an einem gemeinsamen, überschaubaren Spiel.

Ein Vertrag ohne kreative Vorgaben

Der neue Publisher macht dem Studio nach Romeros Angaben keine inhaltlichen Vorschriften. Das ermöglicht ihm, die Größe des Shooters an die Mannschaft anzupassen und das Projekt im direkten Austausch mit seinen Entwicklern zu gestalten.

Romero Games sitzt im irischen Galway und wurde von John und Brenda Romero gegründet. Die Firma konzentriert sich auf die Entwicklung von Shootern. Der neue Vertrag erlaubt es ihr, diese Arbeit nach dem abgebrochenen ursprünglichen Finanzierungsmodell fortzusetzen.

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