Gears of War: E-Day: Microsoft nennt 95 Prozent weniger Shader-Kompilierzeit

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Offizielle PC-Systemanforderungen für Gears of War: E-Day
Bild: Xbox / The Coalition · Bildquelle

Gears of War: E-Day wird zum ersten Spiel für Microsofts breitere Einführung von Advanced Shader Delivery unter Windows 11. Die Technik soll vorkompilierte Shader bereits mit dem Spiel ausliefern und damit die oft minutenlange Shader-Kompilierung beim ersten Start drastisch verkürzen.

Microsoft nennt für Gears of War: E-Day eine Reduktion der eigentlichen Shader-Kompilierzeit um rund 95 Prozent: Auf unterstützten Systemen soll der Vorgang beim ersten Start nur noch wenige Sekunden statt mehrerer Minuten dauern. Gemeint ist ausdrücklich die Kompilierzeit, nicht eine pauschale Verkürzung sämtlicher Ladezeiten um 95 Prozent.

Windows liefert passende Shader schon mit dem Spiel aus

Bei klassischer Shader-Kompilierung erzeugt ein PC beim ersten Start zahlreiche hardwareabhängige Programme für die Grafikkarte. Advanced Shader Delivery verlagert einen Teil dieser Arbeit: Microsofts System verteilt für die jeweilige Hardware vorbereitete Shader-Datenbanken zusammen mit dem Spiel. Dadurch muss der Rechner weniger Material lokal neu aufbauen.

Der Vorteil soll nicht nur beim ersten Ladebildschirm sichtbar werden. Microsoft nennt auch weniger shaderbedingtes Stottern als Ziel, weil benötigte Varianten bereits vorbereitet vorliegen können. E-Day ist das erste Spiel, mit dem die Technik über die bisherige AMD-Unterstützung hinaus auf eine breitere Windows-Hardwarebasis ausgeweitet wird.

AMD und Snapdragon starten, Intel und Nvidia folgen

Zum Start nennt Microsoft Windows 11 ab Version 24H2 als Voraussetzung. Unterstützt werden zunächst AMD-Grafiklösungen auf Basis von RDNA 1 bis RDNA 4 sowie Qualcomms Snapdragon-X2-Plattform mit passenden Treibern. Noch im Oktober sollen Intel Arc B570 und B580, Core Ultra Series 2 und 3 sowie sämtliche Nvidia-RTX-GPUs und RTX Spark hinzukommen.

Für die ASD-Version von E-Day verweist Microsoft auf die Installation über die Xbox-PC-App. Die Technik ist dabei unabhängig von den übrigen Rendering-Funktionen des Spiels.

DLSS, FSR, XeSS und Raytracing bleiben separate Bausteine

The Coalition hat die PC-Version zusätzlich mit DLSS 4.5, FSR 4, XeSS 3.0 und hardwarebeschleunigten Raytracing-Effekten ausgestattet. Diese Verfahren verändern Bildqualität oder Rendering-Leistung. Advanced Shader Delivery setzt früher an: Es soll den Weg von der Installation bis zu einsatzbereiten Shadern verkürzen.

Microsoft plant die Technik nach E-Day für weitere Spiele. Als nächstes bereits genannt ist Call of Duty: Modern Warfare 4. Damit wird E-Day weniger zu einem isolierten Technikexperiment als zum ersten öffentlichen Einsatz einer Windows-Funktion, die künftig breiter genutzt werden soll.

Im offiziellen PC-Technikvideo zeigen Xbox und The Coalition weitere Rendering-Funktionen der PC-Version von Gears of War: E-Day.

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