Ubisoft Montréal: Beschäftigte starten Petition für Hybridarbeit
Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit
Bei Ubisoft Montréal formiert sich Widerstand gegen die geplante Rückkehr ins Büro an fünf Tagen pro Woche. Die Beschäftigteninitiative Ubisoft Workers of Montreal hat eine Petition gestartet, mit der das bisherige hybride Arbeitsmodell erhalten werden soll. Nach Angaben der Gewerkschaftsgruppe hatten bis Mittwoch bereits mehr als 300 Ubisoft-Beschäftigte unterschrieben.
Die Petition ist die erste öffentliche Aktion der Initiative. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standorts Montréal und reagiert auf Ubisofts konzernweite Rückkehr-zum-Büro-Strategie, die der Publisher Anfang 2026 im Zuge seiner großen Neuorganisation angekündigt hatte.
Ubisoft plant fünf Bürotage pro Woche
Ubisoft hatte am 21. Januar 2026 erklärt, künftig für alle Teams grundsätzlich fünf Präsenztage pro Woche vorzusehen. Ergänzend soll es ein jährliches Kontingent an Homeoffice-Tagen geben. Der Konzern begründete den Schritt mit engerer Zusammenarbeit, schnellerem Wissensaustausch und einer stärkeren gemeinsamen Arbeitsdynamik.
Die Regelung ist Teil eines umfassenden Umbaus, bei dem Ubisoft seine Entwicklung und Veröffentlichung in fünf sogenannte Creative Houses ordnet, Projekte gestrichen und Studios geschlossen hat sowie weitere Kostensenkungen verfolgt.
Mehr als 300 Unterschriften in Montréal
Die Ubisoft Workers of Montreal werben nun dafür, das hybride Modell am kanadischen Standort zu erhalten. Laut Game Developer wurden mehr als 300 Unterschriften gesammelt, ein großer Teil davon persönlich im Studio. Weitere Schritte über die Petition hinaus sind bislang nicht angekündigt.
Die Auseinandersetzung um Präsenzarbeit begleitet Ubisoft bereits seit Monaten. Auch an europäischen Standorten gab es Proteste gegen die Fünf-Tage-Regelung. In Montréal war das Thema zusätzlich aufgeheizt worden, nachdem ein langjähriger Mitarbeiter nach öffentlicher Kritik an der Rückkehr-zum-Büro-Politik zunächst suspendiert und später entlassen worden war. Ubisoft erklärte damals, die Kündigung sei wegen eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex erfolgt und nicht allein wegen geäußerter Kritik.
Wie es jetzt weitergeht
Ob die Petition zu Verhandlungen oder einer angepassten Regelung für Montréal führt, ist offen. Entscheidend wird sein, wie Ubisoft die Anfang 2026 angekündigte Präsenzpflicht an den einzelnen Standorten konkret umsetzt und welche Spielräume Beschäftigte und ihre Vertretungen dabei durchsetzen können.
Quellen: Game Developer, Ubisoft-Mitteilung vom 21. Januar 2026.