Dawn of War IV: Warum die Space Marines ihre Truppen anders einsetzen
Warhammer 40,000: Dawn of War IV PC ab 38,69 € Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 3 Minuten LesezeitKING Art Games hat erklärt, wie sich die Space Marines in Warhammer 40,000: Dawn of War IV spielen. Die wichtigste Ressource ist dabei nicht allein die Zahl neuer Einheiten. Wer die vergleichsweise teuren Eliteverbände klug ausrüstet, am Leben hält und zur richtigen Zeit verlegt, soll langfristig im Vorteil sein. Die am 8. Oktober veröffentlichte offizielle Fraktionsvorstellung liefert dazu konkrete Beispiele.
Verstärkung und Mobilität statt endloser Nachproduktion
Space-Marine-Einheiten sind laut Entwickler kleiner an Zahl, dafür vielseitig und kostspielig. Innerhalb einer Partie lassen sich Bewaffnung und Fähigkeiten spezialisieren. Damit verschiebt sich eine typische Echtzeitstrategie-Entscheidung: Statt jede entstandene Lücke sofort mit einem neuen Trupp zu schließen, wird es wichtiger, bereits ausgerüstete Einheiten zu bewahren.
Für die Positionierung stehen zwei unterschiedliche Werkzeuge bereit. Reserveeinheiten warten zunächst außerhalb der Karte und können später über Drop Pods eingesetzt werden. Das Thunderhawk Relay erfüllt eine andere Funktion: Es transportiert bereits vorhandene Verbände zwischen Einsatzorten. Beides soll die begrenzte Präsenz der Elitearmee auf großen Karten ausgleichen.
Auch die Kombination verschiedener Einheitentypen spielt eine Rolle. KING Art nennt Infiltrators und Eliminators als Beispiel für ein Team, das sich unerkannt positioniert und Ressourcenpunkte früh sichern kann. Wie sich solche Abläufe im fertigen Spiel ausbalancieren, lässt sich aus einer Entwicklerbeschreibung allerdings noch nicht abschließend beurteilen.
Blood Ravens und Dark Angels sind keine fünfte Fraktion
Die vier großen spielbaren Fraktionen bleiben Space Marines, Orks, Necrons und Adeptus Mechanicus. Innerhalb des Space-Marine-Teils unterscheidet das Spiel jedoch die Orden Blood Ravens und Dark Angels mit eigenen Figuren und Missionsschwerpunkten. Das ist mehr als eine alternative Farbe für dieselbe Kampagne.
Die Blood Ravens um Captain Cyrus und Jonah Orion verfügen in der Handlung auf Kronus nur über begrenzte Mittel. Ihre Aufgaben setzen deshalb stärker auf Erkundung und kleinere Einsätze. Für die Dark Angels nennt das Studio eine umfassendere Ausrüstung; sie werden von Chaplain Ezrael und Company Master Astoran angeführt. Jeder der vier Kommandanten bringt ein eigenes Profil mit, darunter Bewegung, Spezialfähigkeiten und Unterstützung des Teams.
Die Space Marines im offiziellen Video
Der am 9. Oktober von Deep Silver veröffentlichte Fraktionstrailer zeigt beide Orden und ihre unterschiedliche Inszenierung. Der Zusammenschnitt ersetzt allerdings keine vollständige Spielpartie, anhand derer sich die Balance beurteilen ließe.
Der Armee-Editor hat eine klare Grenze
Ein Painter soll eigene Farbschemata ermöglichen, die sich mit anderen Spielern teilen lassen. Zusätzlich sind vorgefertigte Varianten bekannter Space-Marine-Orden vorgesehen. In den Kampagnen bleibt die Darstellung hingegen an die erzählten Fraktionen gebunden: Dort lässt sich die selbst gestaltete Armee nicht verwenden.
Eine weitere Besonderheit betrifft den Zeitpunkt. Das Spiel ist derzeit für den 3. Dezember 2026 ausschließlich auf PC angekündigt, mit vorgezogenem Zugang zur Commander Edition ab 30. November. Vorher plant das Team vom 21. bis 26. Oktober eine geschlossene Beta mit 1v1-Gefechten. Eine Bewerbung garantiert keinen Platz. Die genauen Voraussetzungen erläutert Deep Silver in der Beta-Ankündigung.
Die neuen Details liefern damit vor allem Antworten auf zwei Fragen: Warum die Space Marines anders als die massenorientierten Orks gespielt werden sollen und wie Blood Ravens und Dark Angels innerhalb einer gemeinsamen Hauptfraktion eigene Identität erhalten. Eine unabhängige Bewertung der Balance steht bis zu breiter zugänglichem Gameplay aus.