ARC Raiders: Embark spricht offen über Burnout und Live-Service-Druck
ARC Raiders PC ab 19,52 € Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit
Der Erfolg von ARC Raiders hat Embark Studios offenbar an die Grenzen der eigenen Produktionskapazität gebracht. Executive Producer Aleksander Grøndal spricht in einem aktuellen Interview offen darüber, wie die hohe Nachfrage nach neuen Inhalten, laufende Wartung und ein zu aggressiver Update-Rhythmus Teile des Teams erschöpft haben.
Die spielerischen und langfristigen Inhalte von ARC Raiders bleiben davon getrennt: Embark arbeitet aktuell weiter auf das große Frozen-Trail-Update am 8. Oktober hin.
„Wir haben ständig unsere Kapazität überschritten“
Grøndal erklärt gegenüber Game Developer, dass Embark für den Live-Service zunächst mit monatlichen Plänen und klaren Erwartungen an Umfang und Spielerreaktionen gestartet sei. In der Praxis hätten Fehlerbehebungen, Exploits, Wartung und zusätzliche Anforderungen jedoch deutlich mehr Zeit gebunden als vorgesehen. Das Studio habe deshalb Inhalte streichen und Abläufe neu planen müssen.
Nach seiner Darstellung war das Team nach den ersten Monaten des Jahres stark erschöpft. Die hohe Nachfrage der Spielerschaft habe zwar den Erfolg des Shooters bestätigt, gleichzeitig aber die Produktionsplanung unter Druck gesetzt.
Embark will weg vom ständigen „Shipping“
Als Konsequenz habe das Studio seine Workflows neu ausgerichtet. Statt permanent den nächsten kleinen Inhalt auszuliefern, soll wieder mehr Zeit für Iteration, Tests und größere zusammenhängende Updates entstehen. Embark hatte bereits zuvor erklärt, vom ursprünglichen monatlichen Update-Rhythmus abzurücken.
Grøndal verbindet die Entscheidung ausdrücklich mit der Qualität des Spiels und der Arbeitsbelastung. Ein langfristiger Live-Service könne nur funktionieren, wenn das Team nicht dauerhaft in einem Zustand harter Meilensteine arbeite.
Grøndal berichtet auch von eigener Burnout-Erfahrung
Im Interview wird der Executive Producer persönlich: Während seiner früheren Zeit bei Electronic Arts sei er nach einem Battlefield-Projekt selbst ausgebrannt und für mehrere Monate krankgeschrieben gewesen. Diese Erfahrung präge seinen Blick darauf, wie wichtig ein tragfähiger Arbeitsrhythmus für Entwicklerteams sei.
Für Embark gehe es deshalb nicht nur darum, kurzfristig möglichst viel Content zu liefern. Das Studio müsse die Menschen halten, die ARC Raiders aufgebaut haben, wenn das Spiel über Jahre weiterentwickelt werden soll.