Cloud Gaming 2026: 10 Anbieter, Preise & Dienste im Vergleich
30 Minuten Lesezeit
Stand: 20. September 2026. Cloud Gaming ist längst mehr als ein technisches Experiment. Ein günstiges Notebook, ein Smartphone, ein Handheld oder ein Smart-TV kann heute ausreichen, um Spiele zu streamen, für die lokal eigentlich ein deutlich stärkerer Gaming-PC oder eine aktuelle Konsole nötig wäre. Die Rechenarbeit übernimmt ein Server im Rechenzentrum, während Bild und Ton zum Endgerät übertragen und Eingaben zurückgeschickt werden.
Das erwartet dich hier
Die entscheidende Frage lautet 2026 deshalb nicht mehr nur, ob Cloud Gaming funktioniert. Wichtiger ist, welches Geschäftsmodell zum eigenen Spielverhalten passt. GeForce NOW und Boosteroid streamen vor allem Spiele, die man bereits bei Steam, Epic, Xbox oder anderen Stores besitzt. Xbox Cloud Gaming, Amazon Luna, PlayStation Plus Premium, Blacknut und Antstream Arcade verkaufen dagegen in erster Linie Zugriff auf einen Spielekatalog. Shadow PC, CloudDeck und airGPU gehen noch einen Schritt weiter und vermieten einen kompletten Cloud-PC, auf dem man seine eigenen Launcher, Spiele und teilweise auch Mods installiert.
Diese Unterschiede sind wichtiger als eine simple Rangliste. Wer eine große Steam-Bibliothek besitzt, braucht etwas anderes als jemand, der für einen festen Monatsbetrag möglichst viele Spiele ausprobieren möchte. Und wer Mods, einen vollständigen Desktop oder Titel außerhalb freigegebener Streaming-Kataloge benötigt, landet schnell bei einem Cloud-PC.
Cloud Gaming 2026: Die 10 wichtigsten Dienste im Vergleich
| Dienst | Modell | Preis / Einstieg | Spiele | Streaming | Zeitmodell |
|---|---|---|---|---|---|
| GeForce NOW | Eigene PC-Spiele | Free, Performance, Ultimate | 4.500+ direkt unterstützte Titel plus Install-to-Play | Ultimate bis 5K/120 FPS, je nach Modus bis 360 FPS | Performance/Ultimate: 100 Std./Monat, bis 15 Std. Übertrag |
| Boosteroid | Eigene PC-Spiele | Ultra 16,89 €/Monat oder 89,89 €/Jahr | 1.700+ unterstützte Spiele | bis 4K/120 FPS | kein monatliches Stundenlimit |
| Xbox Cloud Gaming | Katalog + ausgewählte eigene Spiele | Game Pass Essential 8,99 €, Premium 12,99 €, Ultimate 20,99 € | je nach Tarif 50+, 200+ oder 400+ Katalogspiele | Ultimate bis 1440p | bis Nov. ohne Monatslimit; ab Nov. 5/10/15 enthaltene Std. |
| Amazon Luna | Abo-Katalog | Luna Standard in Prime, Premium 9,99 € | Standard aktuell 80+ Spiele | bis 1080p/60 FPS | kein vergleichbares Monatskontingent |
| PlayStation Plus Premium | PlayStation-Katalog + ausgewählte eigene PS5-Spiele | Premium 16,99 €/Monat | Hunderte kompatible Spiele | PS5-Cloud bis 4K, Portal bis 1080p HQ | kein monatliches Stundenkontingent |
| Shadow PC | vollständiger Windows-PC | Neo Lite 25,99 €, Neo 32,99 € | eigene PC-Bibliotheken, soweit VM-/Anti-Cheat-kompatibel | Lite bis 1440p/60, regulär bis 5K/240 | 120 Std. Lite, 210 Std. regulär |
| Blacknut | Abo-Katalog | Abo, Preis abhängig vom Vertriebsweg | 1.000+ Spiele | geräteabhängig | keine Spielzeitbegrenzung |
| CloudDeck | Linux-/Proton-Cloud-PC | 19,99 €/Monat | 25.000+ Linux-/Proton-kompatible PC-Spiele | bis 1440p/60 FPS | kein Monatslimit, Sessions bis 6 Std. |
| airGPU | vollständiger Cloud-PC nach Stunden | ab 0,65 US-Dollar/Stunde plus Speicher | eigene PC-Spiele und Software | bis 4K, abhängig von VM und Client | Pay-per-Use |
| Antstream Arcade | Retro-Spielekatalog | Mitgliedschaften ab wenigen Dollar pro Monat, plattformabhängig | 1.300+ lizenzierte Retro-Spiele | auf Retro-Titel ausgelegt | Abo-Zugang |
Preise und Tarife von Cloud-Gaming-Diensten ändern sich vergleichsweise häufig. Die Angaben auf dieser Seite wurden für Deutschland beziehungsweise den europäischen Markt am 20. September 2026 geprüft. Bei Diensten mit regionaler Preisgestaltung kann der tatsächlich angezeigte Preis abweichen.
Die drei Arten von Cloud Gaming
1. Eigene Spiele streamen: GeForce NOW und Boosteroid
Bei diesem Modell besitzt man die Spiele weiterhin bei einem normalen PC-Store. Der Cloud-Anbieter stellt nur die Server-Hardware und die Streaming-Infrastruktur bereit. Das ist attraktiv, wenn bereits eine große Steam-, Epic-, Xbox- oder Ubisoft-Bibliothek existiert. Gleichzeitig ist man davon abhängig, welche Spiele und Publisher der jeweilige Dienst unterstützt. GeForce NOW erweitert dieses Prinzip inzwischen mit Install-to-Play, bleibt aber trotzdem kein vollständig frei nutzbarer Windows-PC.
2. Spielekatalog im Abo: Xbox, Luna, PlayStation, Blacknut und Antstream
Hier ähnelt Cloud Gaming stärker Netflix oder einem klassischen Game-Abo. Bezahlt wird für den Zugang zu einem Katalog, dessen Inhalte sich verändern können. Xbox und PlayStation verzahnen Cloud Streaming eng mit ihren bestehenden Gaming-Abos. Luna ist seit der Neuausrichtung stärker Teil von Amazon Prime. Blacknut setzt auf einen großen familienorientierten Katalog, während Antstream Arcade eine klar abgegrenzte Retro-Nische bedient.
3. Der komplette Rechner in der Cloud: Shadow, CloudDeck und airGPU
Cloud-PCs geben dem Nutzer wesentlich mehr Kontrolle. Launcher, Spiele und weitere Software werden selbst installiert. Shadow und airGPU basieren auf vollständigen Windows-Systemen. CloudDeck setzt dagegen auf eine SteamOS-artige Linux-/Proton-Umgebung. Das ermöglicht mehr Freiheit als bei einem kuratierten Spielekatalog, bringt aber auch mehr Eigenarbeit mit sich. Außerdem können Anti-Cheat-Systeme virtuelle Maschinen oder Linux/Proton blockieren.
Die Cloud-Gaming-Anbieter im Detail
Nvidia GeForce NOW: High-End-PC-Leistung aus der Cloud

GeForce NOW gehört 2026 zu den technisch ambitioniertesten Cloud-Gaming-Angeboten. Nvidia nennt inzwischen mehr als 4.500 direkt unterstützte PC-Spiele. Nutzer verbinden ihre bestehenden Konten unter anderem bei Steam, Epic Games Store, Xbox, PC Game Pass und Ubisoft Connect. Die Spiele werden also nicht bei Nvidia gekauft. GeForce NOW stellt die Rechenleistung bereit und startet eine für den Dienst freigegebene Version des jeweiligen Spiels.
Die größte Veränderung gegenüber älteren Versionen des Dienstes ist Install-to-Play. Premium-Mitglieder können zusätzlich Tausende Steam-Spiele installieren, sofern deren Publisher Steam Cloud Gaming freigegeben hat. Damit wird die Bibliothek breiter, ohne dass GeForce NOW zu einem frei verwendbaren Remote-PC wird. Beliebige Windows-Programme, nicht freigegebene Spiele oder jede beliebige Mod-Konfiguration lassen sich weiterhin nicht einfach wie auf Shadow installieren.
Im Ultimate-Tarif setzt Nvidia mittlerweile auf Server mit GeForce-RTX-5080-Leistung. Je nach Endgerät, Spiel und Streaming-Modus sind bis zu 5K bei 120 FPS möglich. Für kompetitive Spiele werden in niedrigeren Auflösungen deutlich höhere Bildraten unterstützt. Raytracing, DLSS und die übrigen RTX-Funktionen sind ein wesentlicher Teil des Angebots. Performance ist die günstigere Bezahlstufe und zielt stärker auf 1440p und 60 FPS.
Der relevante Haken ist 2026 nicht mehr die reine Bildqualität, sondern die Spielzeit. Performance und Ultimate enthalten 100 Premium-Stunden pro Abrechnungsmonat. Bis zu 15 ungenutzte Stunden können in den nächsten Monat übertragen werden. Wer sein Kontingent verbraucht, kann zusätzliche Premium-Zeit kaufen oder mit der Basiserfahrung weiterspielen, bis das Kontingent zurückgesetzt wird. Für die meisten Gelegenheitsspieler sind 100 Stunden viel. Wer Cloud Gaming als vollständigen Ersatz für einen Gaming-PC verwendet und täglich mehrere Stunden spielt, sollte das Limit jedoch in die Kostenrechnung einbeziehen.
- Modell: eigene PC-Spiele aus unterstützten Stores
- Bibliothek: mehr als 4.500 direkt unterstützte Spiele plus Install-to-Play
- Qualität: Ultimate bis 5K/120 FPS; höhere Bildraten in niedrigeren Auflösungen
- Spielzeit: 100 Premium-Stunden pro Monat bei Performance und Ultimate, bis zu 15 Stunden Übertrag
- Internet: Nvidia nennt je nach Qualitätsstufe etwa 15 bis 65 Mbit/s; wichtiger als Spitzenbandbreite sind niedrige Latenz und eine stabile Verbindung
Boosteroid: 4K/120 und bewusst ohne monatliches Stundenlimit

Boosteroid verfolgt ein ähnliches Grundprinzip wie GeForce NOW: Nutzer bringen ihre bestehenden Spielelizenzen mit und verbinden die jeweiligen Stores und Launcher. Der Anbieter nennt mittlerweile mehr als 1.700 unterstützte Spiele. In Europa wurde die Infrastruktur in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut, einschließlich eigener Kapazitäten in Deutschland.
Technisch zielt Boosteroid mit Ultra und Ultra Pro auf bis zu 4K bei 120 FPS. Für die höchsten Qualitätsstufen ist allerdings auch eine entsprechend stabile Leitung nötig. Für 4K/120 mit H.264 nennt der Anbieter mindestens 80 Mbit/s und empfiehlt mehr als 100 Mbit/s. Für 1080p/60 beginnen die offiziellen Anforderungen deutlich niedriger.
Besonders aktuell ist die Preisstruktur: Seit dem 15. September 2026 kostet Ultra 16,89 Euro für einen Monat oder 89,89 Euro für zwölf Monate. Ultra Pro kostet 74,89 Euro für sechs Monate beziehungsweise 134,89 Euro für zwölf Monate. Bestehende aktive Abonnements behalten ihren bisherigen Preis, solange die Mitgliedschaft ohne Unterbrechung weiterläuft.
Der strategisch wichtigste Unterschied zu mehreren Konkurrenten ist jedoch die Spielzeit. Boosteroid hat bei dieser Preisanpassung ausdrücklich bestätigt, kein monatliches Stundenlimit einzuführen. Für Spieler, die deutlich mehr als 100 Stunden im Monat streamen, kann das inzwischen wichtiger sein als ein etwas niedrigerer nomineller Monatspreis bei einem Konkurrenten.
- Modell: eigene Spiele über unterstützte PC-Stores
- Bibliothek: mehr als 1.700 Spiele
- Qualität: bis 4K/120 FPS
- Preis: Ultra 16,89 €/Monat oder 89,89 €/Jahr; Ultra Pro 74,89 €/6 Monate oder 134,89 €/Jahr
- Spielzeit: kein monatliches Stundenlimit
Xbox Cloud Gaming: Starkes Game-Pass-Ökosystem, aber ab November mit Stundenkontingenten

Xbox Cloud Gaming ist 2026 kein experimentelles Zusatzfeature mehr, sondern ein fester Bestandteil des Game-Pass-Ökosystems. Cloud Streaming ist in Game Pass Essential, Premium und Ultimate enthalten. Die Tarife unterscheiden sich nicht nur beim Spielekatalog, sondern auch bei Streaming-Qualität, Wartezeiten und künftig bei den enthaltenen Cloud-Stunden.
In Deutschland kostet Essential aktuell 8,99 Euro im Monat, Premium 12,99 Euro und Ultimate 20,99 Euro. Je nach Tarif umfasst der Katalog mehr als 50, mehr als 200 oder mehr als 400 Spiele. Ultimate bietet zudem die beste Cloud-Streaming-Stufe und unterstützt bis zu 1440p. Neben dem Game-Pass-Katalog wächst außerdem die Auswahl an gekauften, cloudfähigen Spielen, die sich aus der eigenen Xbox-Bibliothek streamen lassen.
Der große Einschnitt kommt im November 2026. Microsoft hat angekündigt, die bislang monatlich unbegrenzte Cloud-Nutzung innerhalb der berechtigten Game-Pass-Abos durch feste Kontingente zu ersetzen: Essential erhält 5 Stunden pro Monat, Premium 10 Stunden und Ultimate 15 Stunden. Nach Verbrauch sollen zusätzliche Cloud-Stunden im Xbox Store gekauft werden können. Gleichzeitig will Microsoft Cloud Gaming ohne Game-Pass-Abo öffnen, indem Spieler Cloud-Zeit kaufen und unterstützte Spiele aus ihrer eigenen Bibliothek streamen.
Microsoft erwartet nach eigener Aussage, dass nur rund vier Prozent seiner Game-Pass-Abonnenten von den Limits praktisch betroffen sein werden. Für jemanden, der Cloud Gaming nur gelegentlich am Fernseher, auf dem Tablet oder unterwegs nutzt, kann das plausibel sein. Als vollständiger Ersatz für eine lokale Konsole sind 15 Stunden pro Monat bei Ultimate dagegen sehr wenig.
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- Preise: Essential 8,99 €, Premium 12,99 €, Ultimate 20,99 € pro Monat
- Spiele: je nach Tarif 50+, 200+ oder 400+ Katalogtitel sowie ausgewählte eigene Spiele
- Qualität: beste Cloud-Stufe mit Ultimate, bis 1440p
- Spielzeit: aktuell ohne monatliches Stundenlimit; ab November 2026 5/10/15 enthaltene Stunden
- Geräte: Browser, PC, Xbox-Konsolen, Mobilgeräte, ausgewählte Samsung- und LG-TVs, Fire TV, Meta Quest und weitere unterstützte Geräte
Amazon Luna: 2026 deutlich stärker in Prime integriert

Amazon Luna wurde in den vergangenen Jahren mehrfach umgebaut. 2026 ist der Dienst vor allem deshalb interessant, weil Luna Standard Bestandteil von Amazon Prime ist. Wer Prime ohnehin wegen Versand, Prime Video oder anderer Leistungen nutzt, erhält damit einen Cloud-Gaming-Katalog ohne zusätzliches Gaming-Abo. Luna Premium kostet separat 9,99 Euro im Monat.
Der Standard-Katalog ist inzwischen deutlich umfangreicher als die frühere monatliche Handvoll Prime-Spiele. Im September 2026 nennt Amazon mehr als 80 Spiele in Luna Standard. Dazu gehören mittlerweile auch größere Produktionen. Gleichzeitig bleibt Luna ein Katalogdienst: Wer gezielt seine komplette Steam-Bibliothek mitbringen möchte, bekommt bei GeForce NOW, Boosteroid oder einem Cloud-PC mehr Freiheit.
Ein Schwerpunkt von Luna liegt 2026 auf niedrigschwelligem gemeinsamen Spielen. Mit Remote Play können Prime- und Luna-Premium-Mitglieder Freunde oder Familienmitglieder in unterstützte Multiplayer-Sessions einladen. Die Gäste brauchen selbst weder Prime noch Luna Premium; ein Amazon-Konto und ein unterstütztes Gerät reichen. Amazon nennt mehr als 60 Spiele, die solche gemeinsamen Sessions unterstützen.
Die Stärke von Luna ist damit weniger die maximal mögliche Auflösung als die Bequemlichkeit. Fire TV, Browser, Mobilgeräte und ausgewählte Smart-TVs machen aus dem Dienst eine unkomplizierte Möglichkeit, ohne Download ein Spiel zu starten. Für bestehende Prime-Mitglieder ist die Einstiegshürde besonders niedrig.
- Modell: Spielekatalog im Abo
- Preis: Luna Standard in Prime enthalten; Luna Premium 9,99 €/Monat
- Katalog: Luna Standard im September 2026 mit mehr als 80 Spielen
- Qualität: bis 1080p/60 FPS
- Besonderheit: Remote Play für gemeinsame Sessions mit eingeladenen Gästen
PlayStation Plus Premium: Cloud Streaming für PS5 und PlayStation Portal

Sony verfolgt mit PlayStation Plus Premium einen anderen Ansatz als die PC-orientierten Dienste. Cloud Streaming ist hier Teil des PlayStation-Ökosystems. Premium-Mitglieder können Hunderte ausgewählte Spiele aus Spielekatalog und Klassikerkatalog sowie ausgewählte digital gekaufte PS5-Spiele streamen.
Besonders stark wurde das Angebot durch die Cloud-Funktion des PlayStation Portal. Unterstützte PS5-Spiele lassen sich dort direkt aus der Cloud starten, auch wenn die eigene PS5 ausgeschaltet ist oder von einem anderen Konto verwendet wird. Seit einem Systemupdate im März 2026 kann das Portal beim Cloud Streaming einen 1080p-High-Quality-Modus mit höherer Bitrate verwenden.
Auf der PS5 selbst unterstützt Sony für Cloud Streaming je nach Spiel und Verbindung Auflösungen bis 2160p. Die offiziellen Empfehlungen reichen von 13 Mbit/s für 720p über 23 Mbit/s für 1080p und 38 Mbit/s für 1440p bis 52 Mbit/s für 4K. Für das Portal gelten eigene Anforderungen; Sony nennt mindestens 7 Mbit/s für 720p und 13 Mbit/s für 1080p.
Das Angebot sollte nicht mit einem universellen Cloud-PC verwechselt werden. Die verfügbaren Titel hängen von Sonys Freigaben, Region und Gerät ab. Für Spieler, die ohnehin eine PS5, ein Portal oder eine große PlayStation-Bibliothek nutzen, ist Premium jedoch erheblich sinnvoller als für jemanden, der ausschließlich seine Steam-Spiele auf einem PC streamen möchte.
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- Preis: Premium 16,99 €/Monat
- Spiele: Hunderte kompatible Katalogtitel plus ausgewählte gekaufte PS5-Spiele
- PS5: Cloud Streaming je nach Titel bis 4K
- PlayStation Portal: Cloud Streaming ohne laufende Heim-PS5, bis 1080p High Quality
- Deutschland: offiziell unterstützter Cloud-Streaming-Markt
Shadow PC: Ein echter Windows-PC statt eines kuratierten Spielekatalogs

Shadow gehört eigentlich in eine eigene Produktklasse. Statt nur ein Spiel aus einem freigegebenen Katalog zu starten, erhält man einen vollständigen Windows-11-PC in der Cloud. Steam, Epic Games Store, Battle.net, Mods und normale Windows-Anwendungen können selbst installiert werden. Das ist mehr Arbeit als ein Klick auf ein GeForce-NOW-Spiel, bietet dafür aber deutlich mehr Kontrolle.
2026 unterscheidet Shadow zwischen den Hardware-Konfigurationen Neo und Power sowie verschiedenen Service-Stufen. Neo Lite kostet in Deutschland 25,99 Euro pro Monat, Power Lite 39,99 Euro. Die regulären Varianten kosten 32,99 Euro für Neo und 49,99 Euro für Power. Lite und regulär können dieselbe Hardware nutzen; die Unterschiede liegen vor allem bei Spielzeit, Session-Länge, Auflösung, Monitoren und Priorität.
Neo verwendet eine RTX-2000-Ada-GPU mit 16 GB VRAM, die Shadow als GeForce-RTX-4060-Klasse einordnet, dazu acht AMD-EPYC-vCores, 16 GB RAM und SSD-Speicher. Power setzt unter anderem auf eine RTX A4500 mit 20 GB VRAM, 28 GB RAM und eine stärkere CPU-Konfiguration. Damit zielt Power stärker auf hohe Auflösungen und anspruchsvolle Workloads.
Auch Shadow hat 2026 ein Fair-Use-Modell. Lite umfasst 120 Stunden pro Monat und Sessions bis vier Stunden. Die normale Shadow-PC-Stufe bietet 210 Stunden und Sessions bis sechs Stunden. Pro kommt ebenfalls auf 210 Stunden und erweitert den Service um Funktionen wie Always On. Das monatliche Stundenkontingent zählt die Laufzeit der Cloud-Maschine, nicht nur die Zeit, in der gerade aktiv ein Spiel gerendert wird.
Ein vollständiger Windows-PC bedeutet nicht automatisch, dass jedes Multiplayer-Spiel funktioniert. Anti-Cheat-Systeme können virtuelle Maschinen blockieren. Wer Shadow gezielt für ein einzelnes kompetitives Spiel buchen möchte, sollte dessen aktuelle Kompatibilität deshalb vorher prüfen.
- Modell: vollständiger Windows-11-PC
- Preise: Neo Lite 25,99 €, Power Lite 39,99 €, Neo 32,99 €, Power 49,99 € pro Monat
- Spielzeit: Lite 120 Std./Monat; regulär 210 Std./Monat
- Streaming: Lite bis 1440p/60; regulär je nach Stufe bis 5K/240
- Stärke: eigene Launcher, Mods und andere Windows-Software statt fester Spieleliste
Blacknut: Cloud Gaming mit Familienfokus und mehr als 1.000 Spielen

Blacknut konkurriert nicht über die stärkste virtuelle GPU. Der Dienst setzt auf einen großen, unkomplizierten Spielekatalog für mehrere Personen im Haushalt. Die offizielle deutsche Seite nennt inzwischen mehr als 1.000 Spiele und ausdrücklich keine Spielzeitbegrenzung.
Bis zu fünf unabhängige Profile können eigene Spielstände, Fortschritte und optionale Kindersicherungen verwenden. Für lokales Multiplayer- und Koop-Gaming lassen sich bis zu vier Controller verbinden. Gerade auf Smart-TVs ist das ein anderes Nutzungsszenario als ein klassischer Gaming-PC in der Cloud: App öffnen, Profil auswählen, Spiel starten.
Blacknut läuft auf zahlreichen Endgeräten, darunter Windows, macOS, Android und Linux sowie verschiedene Smart-TV- und Streaming-Plattformen. Deutschland gehört zu den offiziell unterstützten Ländern. Der Katalog enthält inzwischen auch größere Publisher, bleibt aber ein Abo-Katalog. Die eigene komplette Steam-Bibliothek kann nicht einfach importiert werden.
Für Familien oder Haushalte mit mehreren Spielern kann genau das ein Vorteil sein: keine einzelnen Käufe, keine Installationen, keine Pflege eines Cloud-PCs. Wer dagegen gezielt aktuelle AAA-Releases oder bestimmte Competitive-Titel sucht, sollte den Katalog vor dem Abschluss prüfen.
- Modell: Spielekatalog
- Bibliothek: mehr als 1.000 Spiele
- Spielzeit: keine monatliche Begrenzung
- Haushalt: bis zu fünf Profile mit eigenen Spielständen und optionaler Kindersicherung
- Multiplayer: bis zu vier Controller für lokale Mehrspieler- und Koop-Spiele
CloudDeck: Spannender neuer Cloud-PC mit Frankfurt-Standort

CloudDeck ist 2026 eine der interessanteren neuen Optionen für Nutzer in Deutschland, weil der Dienst einen anderen Mittelweg zwischen GeForce NOW und einem klassischen Windows-Cloud-PC wählt. Statt Windows läuft eine SteamOS-artige Linux- und Proton-Umgebung. Die Oberfläche soll sich eher wie eine Konsole anfühlen, darunter bleibt das System aber offen genug, um eigene Spiele, Launcher und Mods zu installieren.
Der Anbieter nennt mehr als 25.000 Spiele, die unter Linux oder Proton laufen. Spiele können unter anderem über Steam, Epic oder GOG installiert werden. Das ist erheblich freier als ein vollständig kuratierter Katalog, gleichzeitig bleibt die Linux-/Proton-Kompatibilität ein harter Unterschied zu Shadow oder airGPU. Manche Spiele laufen nicht unter Proton, und verschiedene Anti-Cheat-Systeme blockieren Linux oder Cloud-Maschinen.
Der reguläre Monatspreis liegt bei 19,99 Euro. Die beworbene Hardware umfasst vier CPU-Kerne beziehungsweise acht Threads mit bis zu 3,7 GHz, 16 GB RAM und eine Nvidia RTX 3060, AMD Radeon RX 6600 oder vergleichbare GPU. Standardmäßig sind 250 GB SSD-Speicher enthalten, der auf bis zu 1 TB erweitert werden kann. Das Streaming erreicht bis zu 1440p bei 60 FPS und maximal 40 Mbit/s.
Für deutsche Nutzer ist vor allem die Infrastruktur interessant. CloudDeck betreibt europäische Standorte in Frankfurt und Amsterdam. Das ist für Latenz oft wichtiger als ein spektakulärer GPU-Name. Offiziell empfiehlt CloudDeck mindestens 10 Mbit/s für 720p, 20 Mbit/s für 1080p und 30 Mbit/s für 1440p.
Es gibt kein monatliches Stundenlimit. Eine einzelne Session kann bis zu sechs Stunden laufen, danach kann eine neue Sitzung gestartet werden. Gestreamt wird über Moonlight. Damit eignet sich CloudDeck besonders für Spieler, die mehr Freiheit als bei GeForce NOW möchten, aber keinen vollständigen Windows-Desktop und dessen höheren Preis benötigen.
- Preis: 19,99 €/Monat; längere Laufzeiten werden günstiger angeboten
- Hardware: RTX 3060 / RX 6600 oder vergleichbar, 16 GB RAM, 250 GB SSD
- Qualität: bis 1440p/60 FPS
- Spiele: 25.000+ Linux-/Proton-kompatible Titel laut Anbieter
- Zeit: kein Monatslimit, einzelne Sessions bis sechs Stunden
- Standorte: unter anderem Frankfurt und Amsterdam
airGPU: Cloud-PC nach Stunden statt Monatsabo

airGPU richtet sich an Nutzer, die einen vollständigen GPU-PC in der Cloud benötigen, aber nicht zwingend jeden Monat einen festen Betrag zahlen möchten. Die virtuelle Maschine wird nach Nutzungszeit abgerechnet. Spiele, Launcher und andere GPU-intensive Anwendungen können selbst installiert werden; für das eigentliche Streaming werden Clients wie Parsec oder Moonlight verwendet.
Die günstigsten öffentlich beworbenen Konfigurationen beginnen bei 0,65 US-Dollar pro Stunde. Je nach Region stehen stärkere GPU-Varianten zu höheren Stundensätzen zur Verfügung. Persistenter SSD-Speicher kostet zusätzlich 3,50 US-Dollar pro Monat je 50 GB und beginnt bei 100 GB. Die Preise verstehen sich vor Mehrwertsteuer.
Für Deutschland ist wichtig, dass airGPU Frankfurt als europäischen Standort führt. Weitere europäische Rechenzentren befinden sich unter anderem in Amsterdam, Dublin, London und Stockholm. Dadurch kann ein Nutzer den geografisch günstigsten Standort wählen, was für die Latenz oft entscheidender ist als die nominelle Bandbreite.
Das Pay-per-Use-Modell kann bei sporadischer Nutzung sehr sinnvoll sein. 10 Stunden zu 0,65 Dollar kosten nur 6,50 Dollar Rechenzeit. Wer dagegen 80 oder 100 Stunden im Monat spielt, erreicht schnell Kosten, bei denen ein Monatsabo attraktiver wird. Speicher kommt unabhängig von der eigentlichen Spielzeit hinzu.
Auch hier gilt: Ein eigener Windows-PC in der Cloud garantiert nicht automatisch die Kompatibilität mit jedem Multiplayer-Spiel. airGPU weist selbst darauf hin, dass manche Anti-Cheat-Systeme Cloud-PCs blockieren.
- Modell: Windows-Cloud-PC nach Stunden
- Preis: ab 0,65 US-Dollar/Stunde plus Speicher und Mehrwertsteuer
- Speicher: 3,50 US-Dollar/Monat pro 50 GB, mindestens 100 GB
- Standorte: unter anderem Frankfurt, Amsterdam, Dublin, London und Stockholm
- Streaming: typischerweise über Parsec oder Moonlight, bis 4K abhängig von VM und Client
Antstream Arcade: Die Cloud-Gaming-Nische für Retro-Spiele

Antstream Arcade passt technisch in dieselbe große Kategorie, verfolgt aber ein völlig anderes Ziel als GeForce NOW oder Shadow. Der Dienst streamt mehr als 1.300 offiziell lizenzierte Retro-Spiele und konzentriert sich auf klassische Systeme und Arcade-Titel. Wer aktuelle AAA-Spiele sucht, ist hier falsch. Wer alte Spiele ohne Emulator-Konfiguration, ROM-Verwaltung oder lokale Installation starten möchte, bekommt dagegen einen ungewöhnlich großen Spezialkatalog.
Zum Angebot gehören neben den Spielen auch Challenges, Bestenlisten und Turnierfunktionen. Antstream ist in Europa verfügbar und unterstützt eine breite Auswahl an Geräten, darunter PC, Mac, Linux, Android, iPhone und iPad, Browser, Xbox, PlayStation, Fire TV und ausgewählte Smart-TVs. Preise unterscheiden sich je nach Plattform und Vertriebsweg; der Anbieter bewirbt Mitgliedschaften ab wenigen Dollar pro Monat.
Die technische Diskussion um 4K, Raytracing oder RTX-Hardware ist bei Antstream kaum relevant. Die Stärke ist der lizenzierte Retro-Katalog. Damit ist der Dienst keine Alternative zu einem High-End-Gaming-PC, sondern eine eigene Cloud-Gaming-Kategorie.
- Fokus: Retro- und Arcade-Spiele
- Katalog: mehr als 1.300 lizenzierte Titel
- Geräte: PC, Mac, Linux, Android, iOS, Browser, Xbox, PlayStation, Fire TV und weitere
- Extras: Challenges, Bestenlisten und Turniere
Spielzeitlimits sind 2026 plötzlich wichtiger als Auflösung
Jahrelang drehte sich bei Cloud Gaming fast jede Diskussion um 1080p, 4K, Bitrate und Input-Lag. 2026 ist eine andere Tarifgröße mindestens genauso relevant: Wie viele Stunden darf man für den Abopreis tatsächlich spielen?
GeForce NOW gibt Performance- und Ultimate-Mitgliedern 100 Premium-Stunden im Monat. Shadow setzt bei Lite 120 Stunden und bei der normalen Stufe 210 Stunden an. Xbox geht ab November 2026 wesentlich weiter und enthält abhängig vom Game-Pass-Tarif nur 5, 10 oder 15 Stunden. Boosteroid und CloudDeck positionieren sich im Gegensatz dazu ausdrücklich ohne monatliches Stundenlimit.
Damit ist der reine Monatspreis kein ausreichender Vergleich mehr. Ein Dienst für 10 oder 15 Euro kann für einen Vielspieler teurer sein als ein Abo mit höherem Grundpreis, sobald zusätzliche Stunden gekauft werden müssen. Umgekehrt bringt eine unbegrenzte Flatrate wenig, wenn der Nutzer ohnehin nur zweimal im Monat spielt.
| Dienst | Inklusive Spielzeit | Praktische Einordnung |
|---|---|---|
| GeForce NOW Performance / Ultimate | 100 Premium-Stunden/Monat, bis 15 Std. Übertrag | für rund drei Stunden täglich ausreichend, Vielspieler können das Limit erreichen |
| Boosteroid | kein Monatslimit | besonders interessant für sehr intensive Nutzung |
| Xbox Game Pass ab Nov. 2026 | 5 / 10 / 15 Std. je Tarif | eher Zusatzfunktion als Cloud-Only-Ersatz, sofern keine Zusatzstunden gekauft werden |
| Shadow PC Lite | 120 Std./Monat | etwa vier Stunden täglich im Monatsmittel |
| Shadow PC | 210 Std./Monat | für regelmäßige intensive Nutzung ausgelegt |
| CloudDeck | kein Monatslimit; Sessions bis 6 Std. | keine monatliche Stundenabrechnung |
| airGPU | Pay-per-Use | jede Stunde wird bezahlt, dafür keine pauschal gekaufte ungenutzte Zeit |
Wie schnell muss die Internetverbindung für Cloud Gaming sein?
Die alte Faustregel „mehr Mbit/s ist immer besser“ greift zu kurz. Bandbreite bestimmt, wie viel Bildinformation übertragen werden kann. Für das Spielgefühl sind Latenz, Jitter und Paketverlust mindestens genauso wichtig.
Nvidia nennt aktuell etwa 15 Mbit/s für 720p/60, 25 Mbit/s für 1080p/60, 35 Mbit/s für QHD/120, 45 Mbit/s für 4K/120 und 65 Mbit/s für 5K/120. Zusätzlich verlangt GeForce NOW weniger als 80 Millisekunden Latenz zum Rechenzentrum und empfiehlt für die beste Erfahrung weniger als 40 Millisekunden.
Boosteroid verlangt für seine höchste H.264-Stufe deutlich mehr Bandbreite: 4K/120 beginnt laut Anbieter bei 80 Mbit/s, empfohlen werden mehr als 100 Mbit/s. CloudDeck nennt 10 Mbit/s für 720p, 20 Mbit/s für 1080p und 30 Mbit/s für 1440p. PlayStation empfiehlt auf der PS5 je nach Auflösung 13 bis 52 Mbit/s.
Das bedeutet nicht, dass eine Gigabit-Leitung automatisch besser spielt als ein sauberer 50-Mbit-Anschluss. Eine stabile Ethernet-Verbindung mit 25 Millisekunden zum Rechenzentrum kann sich erheblich besser anfühlen als schnelles WLAN, das regelmäßig kurze Paketverluste produziert oder dessen Ping stark schwankt.
Für schnelle Shooter, Rennspiele und Fighting Games ist das besonders relevant. Strategie-, Rollen- und Adventurespiele verzeihen zusätzliche Millisekunden eher. Wer die Wahl hat, sollte den Streaming-Client per Ethernet verbinden oder mindestens ein stabiles 5-GHz- beziehungsweise 6-GHz-WLAN verwenden.
Cloud Gaming auf iPhone, iPad, Smart-TV und Handheld
Eine pauschale Aussage, Cloud Gaming funktioniere auf iOS grundsätzlich nur schlecht, ist 2026 nicht mehr sinnvoll. Die Anbieter nutzen unterschiedliche Wege: Browser, Web-App, native App oder speziell unterstützte Geräte. Entscheidend ist deshalb nicht das Betriebssystem allein, sondern der konkrete Dienst.
Xbox und GeForce NOW unterstützen zahlreiche Browser- und Mobilgeräte. Luna ist stark in Fire TV und Amazons Gerätewelt integriert, funktioniert aber auch darüber hinaus. Blacknut deckt besonders viele Smart-TV-Plattformen ab. Shadow streamt den kompletten Windows-PC auf eine breite Auswahl an Clients. CloudDeck nutzt Moonlight und unterstützt Windows, macOS, Linux, Android und ChromeOS; auf Apple-Geräten hängt die konkrete Nutzung vom verfügbaren Streaming-Client ab.
Auch Gaming-Handhelds profitieren stark von Cloud Gaming. Ein Gerät muss lokal weder die Grafikleistung noch den Speicherplatz für ein 100-GB-Spiel bereitstellen. Die Kehrseite ist die Abhängigkeit von einer guten Verbindung. Im Zug, Hotel oder öffentlichen WLAN kann eine grundsätzlich schnelle Leitung trotzdem hohe Latenz oder Paketverlust haben.
Welcher Cloud-Gaming-Dienst passt zu welchem Nutzer?
Für eine große Steam- oder Epic-Bibliothek
GeForce NOW und Boosteroid sollten die ersten Prüfstationen sein. GeForce NOW bietet technisch extrem hohe Streaming-Qualität und eine sehr große unterstützte Bibliothek. Boosteroid punktet dagegen besonders mit unbegrenzter monatlicher Spielzeit. Entscheidend ist, ob die eigenen wichtigsten Spiele tatsächlich unterstützt werden.
Für Game-Pass-Spieler
Xbox Cloud Gaming ist logisch in das vorhandene Microsoft-Ökosystem integriert. Bis November 2026 ist die Cloud-Nutzung für berechtigte Abonnenten noch ohne monatliches Stundenlimit möglich. Danach sollte man das Cloud-Gaming-Kontingent von 5 bis 15 Stunden als Zusatzfunktion betrachten, sofern Microsoft die angekündigten Konditionen nicht noch verändert.
Für Prime-Mitglieder
Luna Standard ist besonders interessant, wenn Prime ohnehin bezahlt wird. Mehr als 80 Spiele ohne weiteres Gaming-Abo machen den Dienst zu einem sehr unkomplizierten Einstieg. Wer dagegen gezielt eigene PC-Spiele streamen möchte, bekommt bei anderen Anbietern mehr Kontrolle.
Für PlayStation-Spieler
PlayStation Plus Premium ergibt vor allem innerhalb des PlayStation-Ökosystems Sinn. Auf PS5 und PlayStation Portal kann Cloud Streaming Downloads ersetzen und ausgewählte eigene PS5-Spiele zugänglich machen. Für reine PC-Spieler ist das Angebot weniger universell.
Für Mods und einen vollständigen Desktop
Shadow PC bietet einen echten Windows-Desktop und ist deshalb deutlich flexibler als ein kuratierter Spiele-Streaming-Dienst. airGPU bietet ein ähnliches Freiheitsprinzip, rechnet aber nach Stunden ab. Wer Windows nicht zwingend benötigt und vor allem Steam-/Proton-Spiele nutzt, bekommt mit CloudDeck eine günstigere und stärker auf Gaming fokussierte Alternative.
Für Familien
Blacknut ist mit fünf Profilen, Kindersicherung, breiter TV-Unterstützung und mehr als 1.000 Spielen klar auf Haushalte ausgerichtet. Der Dienst ersetzt keine High-End-PC-Bibliothek, macht gemeinsames Spielen aber besonders unkompliziert.
Für Retro-Fans
Antstream Arcade steht praktisch allein in seiner Nische. Statt aktuelle PC-Hardware zu simulieren, liefert der Dienst einen großen lizenzierten Retro-Katalog samt Challenges und Turnierfunktionen.
Weitere Cloud-PC-Optionen und DIY-Lösungen
Parsec + Paperspace: Eher DIY-Stack als eigener Cloud-Gaming-Dienst

Parsec und Paperspace tauchten lange gemeinsam in Cloud-Gaming-Vergleichen auf. 2026 ist die Einordnung als eigenständiger Consumer-Dienst jedoch irreführend. Parsec ist primär die Streaming-Software, während Paperspace virtuelle GPU-Maschinen bereitstellt. Kombiniert man beide, lässt sich daraus ein eigener Cloud-PC bauen.
Das kann weiterhin sinnvoll sein, wenn man bewusst eine bestimmte GPU-VM benötigt, selbst administrieren möchte und den Rechner vielleicht zusätzlich für Rendering, Entwicklung oder andere Aufgaben nutzt. Es ist aber nicht dieselbe Produktkategorie wie GeForce NOW, Xbox Cloud Gaming oder Luna. Einrichtung, Windows, Speicher, Spieleinstallationen und Kostenkontrolle liegen stärker beim Nutzer.
Für einen unkomplizierten Gaming-Einstieg sind Shadow, CloudDeck oder airGPU heute transparenter positioniert. Wer Parsec bereits kennt und gezielt eine Paperspace-Instanz betreiben möchte, kann die Kombination weiterhin als DIY-Lösung einsetzen.
LoudPlay: Noch als Cloud-PC-Option bekannt, aber schwerer sauber zu vergleichen

LoudPlay gehört zu den älteren Namen im Cloud-PC-Markt und setzt grundsätzlich auf eine virtuelle Maschine, auf der Nutzer ihre eigenen Spiele installieren. Für einen deutschen Vergleich 2026 ist der Dienst allerdings schwieriger belastbar einzuordnen als die oben genannten Angebote. Aktuelle, regional eindeutig ausgewiesene Preise, Hardware-Generationen und Serverbedingungen sind nicht so transparent dokumentiert wie bei Shadow, CloudDeck oder airGPU.
Deshalb führen wir LoudPlay nicht mehr als einen der zehn zentralen Anbieter. Wer den Dienst konkret in Betracht zieht, sollte vor dem Kauf die für den eigenen Standort angebotene Serverregion, aktuelle Hardware, Stundenabrechnung und Rückerstattungsbedingungen direkt im Kundenbereich prüfen.
Cloud-Gaming-Dienste, die eingestellt wurden
Der Markt zeigt auch, wie schnell selbst große Namen verschwinden können. Bei Katalogdiensten ist deshalb wichtig zu unterscheiden, ob Spiele nur im Abo verfügbar sind oder separat gekauft wurden. Die folgenden Angebote sind heute nicht mehr als reguläre Cloud-Gaming-Dienste verfügbar.
Google Stadia

Google Stadia startete 2019 mit der Idee, Spiele direkt aus Googles Rechenzentren auf praktisch jedes Endgerät zu streamen. Technisch war Stadia teilweise beeindruckend, das Geschäftsmodell überzeugte jedoch nicht genug Nutzer und Publisher. Google stellte den Dienst im Januar 2023 ein und erstattete viele direkt über Stadia getätigte Käufe. Stadia bleibt ein wichtiges Beispiel dafür, dass gute Streaming-Technik allein keinen nachhaltigen Spielemarkt garantiert.
Magenta Gaming

Auch die Deutsche Telekom betrieb mit Magenta Gaming einen eigenen Cloud-Gaming-Dienst. Das Angebot kombinierte einen enthaltenen Spielekatalog mit Streaming auf verschiedene Endgeräte, wurde aber eingestellt. Für heutige Nutzer spielt der Dienst keine Rolle mehr.
Vortex, LiquidSky und Medion Erazer Cloud Gaming
Vortex und LiquidSky gehörten zu den früheren Cloud-Gaming-Anbietern beziehungsweise Cloud-PC-Konzepten, sind aber nicht mehr als reguläre Consumer-Angebote verfügbar. Gleiches gilt für Medion Erazer Cloud Gaming. Ältere Preis- oder Hardwareangaben zu diesen Diensten sind heute nur noch historisch relevant und sollten nicht als Kaufoptionen interpretiert werden.
Cloud Gaming 2026: Was hat sich wirklich verändert?
Die größte Veränderung ist nicht, dass Streaming inzwischen 4K oder hohe Bildraten kann. Das war technisch schon vorher möglich. Entscheidender ist, dass der Markt sich in klarere Produktklassen aufteilt.
GeForce NOW und Boosteroid versuchen, den leistungsfähigen Gaming-PC zu ersetzen, ohne die Spielebibliothek selbst zu verkaufen. Xbox, Luna, PlayStation, Blacknut und Antstream verbinden das Streaming enger mit einem eigenen Abo-Katalog. Shadow, CloudDeck und airGPU geben dem Nutzer dagegen wieder mehr Kontrolle über den eigentlichen Rechner.
Gleichzeitig werden die Kostenmodelle komplexer. Die Cloud ist für Anbieter teuer, wenn Nutzer jeden Tag viele Stunden GPU-Zeit verbrauchen. Genau deshalb tauchen 2026 wieder Stundenkontingente auf. Nvidia begrenzt Premium-Zeit, Shadow setzt Fair-Use-Grenzen und Microsoft geht ab November mit sehr kleinen Game-Pass-Kontingenten besonders weit. Boosteroid nutzt die Gelegenheit ausdrücklich als Gegenposition und verspricht weiterhin unbegrenzte monatliche Spielzeit.
Für Nutzer bedeutet das: Der beste Cloud-Gaming-Dienst ist der, dessen Bibliothek, Zeitmodell und Serverstandort zum eigenen Verhalten passen. Auflösung und GPU-Namen sind nur ein Teil der Rechnung.
Häufige Fragen zu Cloud Gaming
Kann Cloud Gaming einen Gaming-PC komplett ersetzen?
Für viele Nutzer ja, aber nicht in jedem Fall. GeForce NOW und Boosteroid können einen lokalen Gaming-PC für unterstützte Spiele weitgehend ersetzen. Shadow und airGPU kommen einem vollständigen Rechnerersatz näher, weil sie einen echten Windows-PC bereitstellen. CloudDeck bietet eine offenere Linux-/Proton-Umgebung. Anti-Cheat, Mods, Spezialhardware und nicht unterstützte Spiele können trotzdem Grenzen setzen.
Welcher Dienst bietet die höchste Streaming-Qualität?
GeForce NOW Ultimate gehört 2026 technisch zur Spitze und unterstützt mit RTX-5080-Servern je nach Modus bis zu 5K/120 FPS sowie sehr hohe Bildraten in niedrigeren Auflösungen. Boosteroid erreicht bis zu 4K/120 FPS. Shadow kann je nach Service und Hardware ebenfalls sehr hohe Auflösungen und Bildraten ausgeben. Die tatsächlich ankommende Qualität hängt immer zusätzlich von Spiel, Gerät, Display, Codec, Entfernung zum Server und Verbindung ab.
Gibt es Cloud Gaming ohne monatliches Stundenlimit?
Ja. Boosteroid bestätigt ausdrücklich unbegrenzte monatliche Spielzeit. CloudDeck hat ebenfalls kein Monatslimit, begrenzt aber einzelne Sessions auf bis zu sechs Stunden. Blacknut nennt ebenfalls keine Spielzeitbegrenzung. GeForce NOW und Shadow arbeiten dagegen mit monatlichen Kontingenten. Xbox führt ab November 2026 Stundenlimits ein.
Muss ich die Spiele beim Cloud Gaming noch kaufen?
Das hängt vom Modell ab. GeForce NOW und Boosteroid nutzen überwiegend Lizenzen, die man bereits bei PC-Stores besitzt. Xbox, Luna, PlayStation Plus, Blacknut und Antstream enthalten Spielekataloge im Abo. Shadow, CloudDeck und airGPU stellen einen Cloud-PC beziehungsweise eine eigene Gaming-Umgebung bereit; Spielelizenzen müssen dort in der Regel selbst vorhanden sein.
Sind 50 Mbit/s genug für Cloud Gaming?
Für die meisten 1080p-Streams problemlos und bei mehreren Anbietern auch für höhere Qualitätsstufen. Nvidia verlangt beispielsweise 25 Mbit/s für 1080p/60 und 45 Mbit/s für 4K/120. Eine stabile Verbindung und niedrige Latenz sind wichtiger als eine möglichst hohe theoretische Spitzenbandbreite.
Ist WLAN für Cloud Gaming ausreichend?
Ein gutes 5-GHz- oder 6-GHz-WLAN kann sehr gut funktionieren. Ethernet bleibt aber die zuverlässigste Variante, weil es weniger anfällig für Funkstörungen, Paketverlust und plötzlich schwankende Latenzen ist. Besonders bei Shootern und Fighting Games kann das einen spürbaren Unterschied machen.
Kann ich Mods verwenden?
Bei klassischen Streaming-Katalogen nur eingeschränkt oder gar nicht. Shadow, CloudDeck und airGPU geben wesentlich mehr Zugriff auf das zugrunde liegende System und eignen sich deshalb besser für Mods. Ob ein konkreter Mod funktioniert, hängt trotzdem von Betriebssystem, Spiel, Launcher und Anti-Cheat ab.
Kann ich Cloud Gaming auf dem Smartphone nutzen?
Viele Dienste unterstützen Smartphones über Apps, Browser oder Web-Apps. Die genaue Umsetzung unterscheidet sich nach Anbieter und Betriebssystem. Für Spiele, die nicht für Touch-Steuerung ausgelegt sind, ist ein Bluetooth- oder USB-Controller meist die deutlich bessere Lösung.
Ist Cloud Gaming günstiger als eine Konsole oder ein PC?
Kurzfristig kann der Einstieg deutlich günstiger sein, weil keine leistungsfähige lokale Hardware gekauft werden muss. Langfristig hängt die Rechnung von Monatspreis, Zusatzstunden, eigener Spielebibliothek und Nutzungsdauer ab. Wer über Jahre jeden Monat ein teures Cloud-PC-Abo bezahlt, kann sich irgendwann auch eigener Hardware annähern. Wer nur gelegentlich spielt oder Hardwarekäufe vermeiden möchte, kann mit Cloud Gaming dagegen sehr effizient fahren.
Quellen und Aktualität
Für diese Aktualisierung wurden vor allem die offiziellen Tarif-, Support- und Produktseiten der Anbieter verwendet. Preise und technische Limits können sich kurzfristig ändern. Maßgeblich sind immer die Angaben, die der jeweilige Anbieter beim Abschluss anzeigt.
- Nvidia GeForce NOW und GeForce NOW FAQ
- Boosteroid: Preisstruktur vom 15. September 2026
- Xbox: angekündigte Cloud-Gaming-Änderungen ab November 2026
- Amazon Luna: September 2026
- PlayStation: PS5-Cloud-Streaming
- Shadow PC: aktuelle Tarife und Limits
- Blacknut Deutschland
- CloudDeck
- airGPU
- Antstream Arcade
Beim Cloud Gaming wird die Berechnung der Spiele sozusagen in die Wolke verlagert. Das bedeutet, dass die rechenintensiven Spiele nicht auf dem eigenen PC sondern auf einem Server berechnet werden. Damit man selbst spielen kann wird ein Videostream an den eigenen Computer gesendet. Man selbst kann das Spielgeschehen durch die Eingabe am eigenen Gerät steuern. Dabei wird Maus und Tastatur als auch ein externes Gamepad unterstützt.
Beim Cloud Gaming wird das Spiel auf einem Server berechnet und das Bild wird an den Client gestreamt. Der Nutzer erhält auf seinem PC also nur ein Video, das die Hardware verarbeiten muss. Gleichzeitig werden seine Eingaben an den Server gesendet, damit er das Spiel bedienen kann. Vergleichbar ist das Konzept mit der Idee des Remote Desktop, womit man sich auch per Fernzugriff auf einem Computer einwählen kann und diesen von überall aus bedienen kann. Bis dato war es allerdings so, dass die Verbindungsqualität nicht für ein flüssiges Spielen ausreichte.
In den vergangenen Jahren sind die Internetanschlüsse schneller und die Router leistungsfähiger geworden. Zunächst fand das Konzept innerhalb des eigenen Haushalts anklang. So konnte man mit Steam Spiele von einem auf den anderen Computer streamen. Dies erforderte lediglich eine stabile Netzwerkverbindung innerhalb der eigenen Wohnung. Diese Idee wurde mit Cloud Gaming auf das Internet ausgeweitet, so dass man keine teure Hardware in Form eines PCs oder eines Konsole mehr benötigt.
Für ein flüssiges Spielerlebnis ist natürlich eine gute Internetanbindung eine Grundvoraussetzung. Mit einem langsamen DSL Anschluss sollte man nicht in Versuchung geraten einen der Dienste auszuprobieren. Daher bleibt Cloud Gaming derzeit Nutzern vorbehalten, in deren Region Breitband ausgebaut wurde.
In Zahlen bedeutet das, dass man mindestens permanente 15 MBits benötigt, um Dienste wie Shadow flüssig zu nutzen. Das hängt zusätzlich auch von der Auflösung ab. Wer in Full HD spielt, der benötigt weniger Bandbreite als wenn man in Ultra HD / 4K spielt.
Zum Testen kann man sich hierbei auch an Video on Demand Angeboten orientieren. Wenn ein 4K Stream von Netflix flüssig läuft, dann sollte man Cloud Gaming mindestens in Full HD betreiben können.
Noch viel wichtiger als die reine Bandbreite ist zudem die Latenz zum Server. Diese hängt zum einen von der Entfernung zum Rechenzentrum, vom Internetanschluss als auch vom Router im eigenen zu Hause ab. Wer einen alten Router nutzt, der nur einen langsamen WLAN Standard unterstützt, wird kein flüssiges Erlebnis bekommen.
Grundsätzlich lässt es sich technisch nicht vermeiden, dass man beim Spielen über einen Cloudserver eine zusätzliche Latenzzeit hat. Diese ist so hoch wie der Ping des eigenen Internetanschlusses und der Anbindung an den Server. Das heißt bei einem herkömmlichen Internetanschluss und einer verkabelten Ethernetverbindung kommen gut 20 bis 30ms hinzu. Durch die schnelle Anbindung der Server hat man dafür einen geringeren Ping zu den Spieleservern. Dieser Vorteil kompensiert die erhöhte Latenz etwas.
Zu Beachten ist natürlich, dass man mit einer schlechten Internetanbindung oder einem alten WLAN Router schlechtere Latenzen am eigenen Anschluss hat. Hier sollte man darauf achten einen schnellen Router zu verwenden und eine Kabelverbindung zu seinem PC herzustellen. Bei WLAN sollte man mindestens den AC Standard und 5Ghz zur Verfügung haben. Außerdem sollte auch die WLAN Verbindung stark und stabil sein.
Doch stört die erhöhte Latenz wirklich das Spielerlebnis? Der durchschnittliche Nutzer dürfte kaum einen Unterschied feststellen bei den zusätzlichen 30ms. Insbesondere bei langsameren Spielen wie Simulatoren oder Aufbauspielen dürfte man überhaupt keinen negativen Effekt merken. Bei schnellen Shootern könnte es erfahrenen Spielern auffallen, dass es etwas träger ist als auf einem Gamingmonitor mit minimaler Reaktionszeit.
Dieses Konzept ist mit Sicherheit nicht an die Zielgruppe von E-Sport Spielern gerichtet, sondern richtet sich viel mehr an Casualgamer, die von Zeit zu Zeit ein grafisch aufwendiges Spiel spielen.
Das Thema CloudGaming ist noch relativ jung und dennoch gibt es eine Zielgruppe für die das Thema durchaus interessant ist. Es ist aufgrund technischer Limitierungen und dem Preis bei intensiver Nutzung sicherlich nichts für Enthusiasten, die das maximale herausholen wollen. Diese Nutzer besitzen allerdings meistens schone einen hochwertigen Gaming PC und benötigen diesen Service nicht.
Viel mehr richtet sich das Angebot an gelegentliche Spieler, die keinen potenten Gaming Rechner zu Hause stehen haben. Auch passionierte Konsolenspieler könnten so ein flexibles Cloud Gaming Angebot zulegen, wenn sie ab und an mal ein PC Spiel spielen möchte, das es nicht auf der Konsole gibt.