Activisions Qualitätssicherungsmitarbeiter führen die Gewerkschaftsbildung an und gründen die größte Videospielgewerkschaft Nordamerikas

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In einem bahnbrechenden Schritt haben sich 600 Mitarbeiter der Qualitätssicherung (QA) bei Activision in Austin, Texas; Eden Prairie, Minnesota; und El Segundo, Kalifornien, dazu entschieden, eine Gewerkschaft zu bilden, was eine neue Ära in der Arbeitsorganisation innerhalb der Spieleindustrie einläutet. Diese Entscheidung wurde von Microsoft offiziell anerkannt, was den bedeutenden Fortschritt im Kampf für bessere Arbeitspraktiken in diesem Sektor unterstreicht.

  • 600 Mitarbeiter der Qualitätssicherung bei Activision vereinen sich zur Bildung einer bedeutenden Gewerkschaft in Nordamerika.
  • Die durch Microsoft anerkannte Gewerkschaftsbildung markiert einen Wendepunkt für die Arbeitsorganisation im Gaming-Bereich.
  • Die QA-Tester von Raven Software bei Activision Blizzard haben zuvor mit der Gründung der ersten großen Gaming-Gewerkschaft in den USA einen Präzedenzfall geschaffen.
  • Die Bemühungen zielen darauf ab, Probleme wie Überstundenmarathons und unerwartete Entlassungen anzugehen, um Arbeitsbedingungen und Jobsicherheit zu verbessern.

Der Weg zur Gewerkschaftsbildung

Die Initiative gewann an Dynamik mit den QA-Testern bei Raven Software, einem Tochterunternehmen von Activision Blizzard, die nach monatelanger Organisation und Streiks erfolgreich für die Gewerkschaftsbildung stimmten. Diese Abstimmung wurde durch das National Labor Relations Board (NLRB) erleichtert und führte zu einem 19-3-Entscheid zugunsten der Gewerkschaftsgründung, was die erste Gewerkschaft bei einem großen Spieleunternehmen in den USA markierte. Diese Schlüsselbewegung entstand vor dem Hintergrund von Entlassungen und einer anspruchsvollen Überstundenperiode, bekannt als „Crunch“-Zeit, die die prekären Arbeitsbedingungen aufzeigte, mit denen QA-Tester konfrontiert sind, insbesondere jene, die an der Call of Duty-Reihe arbeiten.

Inmitten von Vorwürfen, eine Arbeitsplatzkultur der Belästigung und Diskriminierung zu fördern, wurden die Bemühungen von Activision Blizzard, das Recht der QA-Tester von Raven Software auf Gewerkschaftsbildung zu blockieren, vom NLRB überstimmt, was einen entscheidenden Sieg für die Arbeitsrechte innerhalb der Spieleindustrie bedeutet. Im Anschluss nahm Activision Blizzard Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor, indem etwa 1.100 QA-Vertragsmitarbeiter in Vollzeitbeschäftigte umgewandelt und der Mindestlohn auf 20 Dollar pro Stunde erhöht wurden, obwohl diese Maßnahmen hinsichtlich ihrer Aufrichtigkeit bei der Förderung echten Wandels skeptisch betrachtet wurden.

Ausblick

Die Gewerkschaftsbildung der QA-Mitarbeiter von Activision, nun unterstützt von Microsoft, zusammen mit der erfolgreichen Organisation bei Raven Software, zeigt einen signifikanten Wandel hin zur Anerkennung und Adressierung der Rechte und Arbeitsbedingungen von Mitarbeitern innerhalb der Videospielindustrie. Diese Bewegung, angetrieben von der Game Workers Alliance und ähnlichen Initiativen, dient als Leuchtturm für weitere Bemühungen im Sektor, um gerechtere und unterstützende Arbeitsumgebungen zu schaffen, die die Werte ihrer Belegschaft widerspiegeln.

Ähnliche Bewegungen im Gaming

Während die Spieleindustrie sich weiterentwickelt, wird der Ruf nach Gewerkschaftsbildung und besseren Arbeitspraktiken immer lauter. Die Geschichte der Gewerkschaftsbildung des QA-Personals von Activision ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer breiteren Erzählung, die verschiedene Studios und Mitarbeiter weltweit einschließt, die darauf abzielen, ihre Arbeitsbedingungen und Rechte zu verbessern. Für weitere Einblicke, wie sich die Gaming-Welt verändert, lies über die Schließung von NieR Reincarnation und was es für die Industrie bedeutet.

Fazit

Die Gewerkschaftsbildung von 600 QA-Mitarbeitern von Activision markiert nicht nur einen historischen Moment in der nordamerikanischen Spieleindustrie, sondern signalisiert auch eine Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, was den Weg für eine Zukunft ebnet, in der die Rechte und das Wohlergehen von Spielentwicklern und Testern priorisiert werden.

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