Valve Index wird nur noch aus Restbeständen verkauft – SteamVR-Support bleibt

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Schwarzes Valve-Index-VR-Headset mit zwei Frontkameras und Kopfband, frontal auf dunklem Hintergrund.
Bild: Valve / Valve Corporation · Bildquelle

Valve verkauft die Index-VR-Hardware nur noch, solange Lagerbestände vorhanden sind. In einem offiziellen Hinweis vom 13. Oktober 2026 bestätigt das Unternehmen, dass Headset, Controller und Zubehör nicht mehr produziert werden. Was sich für Besitzer dagegen nicht ändert: Index bleibt mit Steam und SteamVR unterstützt. Das Ende der Fertigung ist keine Abschaltung der vorhandenen Geräte.

Die Mitteilung betrifft damit zwei sehr unterschiedliche Fragen: Wer noch ein neues Index-Set kaufen möchte, muss mit begrenzter Verfügbarkeit rechnen. Wer bereits ein Headset besitzt, verliert nicht automatisch den Zugang zur eigenen VR-Bibliothek. Valve verweist für Probleme ausdrücklich weiterhin auf den Steam-Support.

Produktion war bereits vor der aktuellen Mitteilung beendet

Neu ist nicht erst jetzt die Entscheidung gegen weitere Index-Produktion. Schon im November 2025 bestätigte Valve bei der Vorstellung seiner neueren VR-Pläne, dass das 2019 gestartete PC-Headset nicht weiter gebaut wird. Der aktuelle Store-Hinweis beschreibt nun den Abverkauf verbliebener Geräte und Zubehörteile. Er kündigt keinen neuen Produktstart und kein konkretes Datum für das Verschwinden der letzten Bestände an.

Welche Einzelteile im deutschen Steam-Shop noch lieferbar sind, kann sich kurzfristig ändern. Eine zeitweise gelistete Komponente ist deshalb kein Versprechen, dass auch Controller, Basisstationen und alle weiteren Teile dauerhaft verfügbar bleiben. Valve nennt in seinem Hinweis neue Shoppreise, allerdings keine allgemeine Preisgarantie oder festen Zeitraum für sämtliche Märkte.

Warum SteamVR-Nutzung und Hardwareverkauf getrennt sind

Index ist ein PC-gebundenes VR-System. Das Headset arbeitet mit externen Basisstationen und bietet pro Auge ein LCD mit 1440 × 1600 Pixeln. Die Bildwiederholfrequenz liegt regulär bei 120 Hz, mit weiteren Einstellungen für 90 Hz und einem experimentellen 144-Hz-Modus. Die Controller nutzen Fingererkennung, während die Kopfhörer seitlich neben den Ohren hängen. Diese Hardwareeigenschaften ändern sich durch die Einstellung der Herstellung nicht.

Valve beschreibt SteamVR ausdrücklich als hardwareoffene Umgebung. Die Aussage, bestehende Index-Systeme weiter zu unterstützen, bedeutet jedoch nicht, dass das Unternehmen eine unbegrenzte Ersatzteilversorgung zusichert. Dazu enthält die aktuelle Mitteilung keinen verbindlichen Zeitplan. Wer ein gebrauchtes Gerät oder Restbestände in Betracht zieht, sollte daher Komplettumfang und tatsächliche Verfügbarkeit der nötigen Komponenten unterscheiden.

Valve richtet die VR-Zukunft neu aus

Mit Steam Frame hat Valve schon 2025 eine andere Richtung eingeschlagen: Die neuere Hardware ist für eigenständige Nutzung und drahtlose PC-Verbindungen konzipiert, während Index auf Kabelverbindung und externe Ortung setzt. Daraus folgt aber nicht, dass alle Index-Bestandteile ohne Weiteres mit Frame austauschbar sind. Die Systeme verfolgen unterschiedliche technische Ansätze.

Für bestehende Index-Nutzer ist die klare Nachricht aus Valves aktueller Erklärung daher vor allem eine Entwarnung beim laufenden Einsatz: Die Fertigung endet, der Support nicht. Als Quellen dienen Valves offizielle Mitteilung „Valve Index Sunset“, die technische Produktbeschreibung von Valve und der Steam-Support für VR-Hardware.

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