Steam Deck: Valve zeigt Entwicklern jetzt echte Framerate-Verteilungen
Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit
Valve gibt Entwicklern von Steam-Deck-Verified-Spielen jetzt deutlich mehr Einblick in die tatsächliche Performance ihrer Titel auf dem Handheld. Im Steamworks-Partnerbereich steht eine neue Framerate-Verteilung bereit, die anonymisierte Messdaten von Spielern bündelt. Statt nur einen Durchschnittswert zu sehen, können Studios damit erkennen, in welchen FPS-Bereichen ihre Spiele im Alltag tatsächlich laufen.
Die Auswertung ist derzeit auf Titel mit dem Status Steam Deck Verified beschränkt. Valve platziert sie im Partner-Dashboard unter Technical Tools > Steam Hardware Compatibility Review. Grundlage sind Daten von Steam-Deck-Nutzern, die der Übermittlung anonymisierter Framerate-Werte zugestimmt haben. Nach Angaben von Valve hat sich eine Mehrheit der Steam-Deck-Spieler dafür entschieden.
Valve zeigt nicht nur den Durchschnitt
Der neue Bericht kombiniert die Framerate-Verteilung mit bereits vorhandenen Durchschnittswerten und Spielerfeedback. Für Entwickler ist damit besser sichtbar, ob ein vermeintlich guter Mittelwert womöglich durch größere Gruppen mit deutlich niedrigeren Frameraten kaschiert wird.
Valve nennt selbst ein Beispiel: Wenn ein erheblicher Anteil der Messwerte unter 30 FPS fällt und gleichzeitig Beschwerden über Performance oder Stabilität eintreffen, könne das ein Signal sein, die Optimierung oder die standardmäßig gewählten Grafikeinstellungen auf dem Steam Deck zu überarbeiten.
Warum die FPS-Kurve nicht wie ein Benchmark gelesen werden sollte
Die Daten sind bewusst als Praxisbild und nicht als kontrollierter Benchmark gedacht. Beim Steam Deck LCD endet die interne Bildwiederholrate bei 60 Hz, beim OLED-Modell bei 90 Hz. Nutzer können zusätzlich eigene Framerate-Limits setzen, um Akku zu sparen. Auch Sessions an externen Displays mit höherer Bildwiederholrate fließen ein.
Außerdem zählt Valve die gesamte Stichprobenzeit. Dadurch können beispielsweise Ladebildschirme oder andere kurzzeitig langsamere Szenen den Datensatz beeinflussen. Die Verteilung zeigt also, was Spieler im Alltag erleben – nicht den isolierten Maximalwert einer festgelegten Testszene.
Steam Deck dient Valve als kontrollierter Ausgangspunkt
Auf die Frage, warum Valve vergleichbare Framerate-Daten nicht gleich für sämtliche PC-Spieler anbietet, verweist das Unternehmen auf die einheitliche Hardware des Steam Deck. Dadurch seien die Werte leichter einzuordnen und eigneten sich besser als Ausgangspunkt, um die Darstellung und Nutzung solcher Telemetriedaten weiterzuentwickeln.
Für Entwickler von Verified-Titeln entsteht damit ein ungewöhnlich großer Pool an realen Performance-Daten aus identischer Hardware. Öffentlich sichtbar wird daraus allerdings keine neue FPS-Rangliste: Die Auswertung liegt im Steamworks-Partnerbereich und richtet sich an die Studios selbst.