Paradox verkauft Playrion für 2,25 Millionen Euro an Trophy Games
Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit
Paradox Interactive verkauft das französische Mobile-Studio Playrion an Trophy Games. Der dänische Entwickler übernimmt 100 Prozent der Anteile. Für Trophy Games ist es die größte Übernahme der eigenen Unternehmensgeschichte.
Der Kaufpreis liegt bei 2,25 Millionen Euro in bar. Zusätzlich erhält Paradox in den drei Jahren nach Abschluss der Transaktion neun Prozent der Nettoerlöse, die mit Playrions Spielen erzielt werden. Der Abschluss ist für den 30. September 2026 vorgesehen.
Playrion bringt rund 30 Mitarbeiter und zwei etablierte Simulationsspiele mit
Playrion sitzt in Paris und beschäftigt nach Angaben von Trophy Games rund 30 Mitarbeiter. Das Studio ist vor allem für Airlines Manager und Airport Simulator: First Class bekannt. Der Jahresumsatz liegt laut der Übernahmeankündigung bei ungefähr vier Millionen Euro.
Trophy Games will das bestehende Geschäft zunächst weiterführen. Gleichzeitig sieht das Unternehmen vor allem in Airport Simulator und der zugrunde liegenden Technik Potenzial für weitere Simulationsspiele. Playrions Know-how soll dabei mit Trophy Games’ eigener Erfahrung in Marketing, Datenanalyse und Live-Betrieb kombiniert werden.
Trophy Games verstärkt seine Transport- und Management-Sparte
Die Übernahme passt in den bisherigen Schwerpunkt des Unternehmens auf Strategie-, Management- und Transportspiele. Trophy Games betreibt bereits mehrere Titel rund um Airlines, Schifffahrt, Züge und andere Simulationsnischen. Mit Playrion kommt nun ein Studio hinzu, das seit Jahren auf mobile Luftfahrt- und Flughafen-Simulationen spezialisiert ist.
Für Paradox bedeutet die Transaktion den Verkauf eines Studios, das seit 2020 zum Konzern gehörte. Playrion soll nach dem Eigentümerwechsel als bestehendes Team weiterarbeiten.
Übernahme verändert auch die Jahresprognose
Trophy Games hebt im Zuge der Transaktion seine Umsatzprognose für 2026 an. Erwartet werden nun 170 bis 180 Millionen Dänische Kronen Umsatz. Beim EBITDA rechnet das Unternehmen mit 29 bis 35 Millionen Kronen, während die EBIT-Prognose mit 18 bis 24 Millionen Kronen unverändert bleibt.
Die Finanzierung erfolgt vollständig aus vorhandenen liquiden Mitteln. Eine zusätzliche Verschuldung ist nach Angaben des Unternehmens nicht vorgesehen.