Fortnite 42.30: Epic liefert spielbare Vorlage für LLM-NPCs in UEFN
Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 3 Minuten Lesezeit
Epic Games baut die KI-Werkzeuge für Fortnite-Creator weiter aus. Mit dem Ecosystem-Update 42.30 erhält Unreal Editor for Fortnite (UEFN) eine neue spielbare Vorlage für LLM-gestützte Conversations. Sie soll Entwicklern zeigen, wie dynamische Figuren auf Spieler reagieren, verhandeln und ihre Antworten über Verse in konkrete Spielereignisse übersetzen können.
Die zugrunde liegende Conversation-Technik ist nicht völlig neu: Epic hatte die experimentellen KI-Gespräche bereits im April vorgestellt und erlaubt seit Ende Juli auch die Veröffentlichung entsprechender Inseln. Neu in 42.30 ist die fertige Beispielumgebung, die den Aufbau eines solchen Systems direkt im Editor demonstriert.
Die neue UEFN-Vorlage macht aus KI-Dialogen Gameplay
In Epics Beispiel schlüpft der Spieler in die Rolle eines Gebrauchtwagenverkäufers. Verschiedene NPC-Käufer besitzen zufällig zusammengestellte Eigenschaften und verhandeln über Fahrzeuge. Die Vorlage zeigt dabei nicht nur das Formulieren von Prompts, sondern auch, wie Charakterdaten und Dialogausgaben strukturiert an Verse weitergegeben werden.
Dadurch bleibt das Gespräch nicht auf Text oder Sprache beschränkt. Eine Antwort des NPCs kann als strukturierte Ausgabe ausgewertet und in Regeln, Zustandsänderungen oder andere Spielmechaniken übersetzt werden. Genau dieser Übergang von freiem Dialog zu kontrolliertem Gameplay ist der zentrale Zweck der neuen Vorlage.
Fortnite-Inseln mit LLM-Charakteren sind bereits veröffentlichbar
Epic hatte die Conversations-Funktion im Frühjahr zunächst experimentell eingeführt. Creator können Figuren mit einer Persönlichkeit, Hintergrundinformationen und einer Stimme versehen. Die NPCs reagieren anschließend dynamisch auf Eingaben und Situationen, statt ausschließlich vorgefertigte Dialogbäume abzuspielen.
Seit dem 30. Juli 2026 dürfen Inseln mit solchen Figuren veröffentlicht werden. Epic stattete dafür außerdem mehrere bekannte Fortnite-Charaktere mit festgelegten Stimmen und Personas aus. Die neue 42.30-Vorlage senkt nun vor allem die Einstiegshürde für Entwickler, die das System erstmals in ein eigenes Projekt integrieren wollen.
42.30 erweitert auch Analytics und Content-Prüfungen
Das Update ist breiter als die KI-Vorlage. Im Creator Portal führt Epic zusätzliche Vergleichswerte für Analytics ein, damit Entwickler die Leistung ihrer Inseln besser einordnen können. Dazu kommen Content Pre-Checks direkt in UEFN, die potenzielle Probleme mit veröffentlichten Inhalten bereits während der Entwicklung sichtbar machen sollen.
Außerdem migriert Epic weitere Werkzeuge aus den bisherigen Rocket-Racing-Vorlagen in allgemein nutzbare Systeme. Die ursprünglichen Template-Inseln werden deshalb nicht mehr als spielbare Beispiele weitergeführt. Creator sollen die entsprechenden Funktionen künftig direkt in ihren eigenen Projekten einsetzen.
UEFN wird zu einem immer größeren Teil von Fortnite
Die neue Vorlage passt zu Fortnites Entwicklung von einem einzelnen Battle-Royale-Spiel hin zu einer Creator-Plattform. Auf der Fortnite-Seite bei Gameforest sind die dauerhaft verfügbaren UEFN- und Conversation-Werkzeuge deshalb auch als eigener Teil des Ökosystems eingeordnet.
Für Spieler bedeutet 42.30 nicht automatisch, dass künftig jeder Fortnite-NPC von einem Sprachmodell gesteuert wird. Die Werkzeuge stehen Creatorn für dafür entwickelte Erlebnisse zur Verfügung. Wie stark sie in einer Insel eingesetzt werden, entscheidet weiterhin deren Entwickler.