Factorio 2.1 ist stabil: Raumlogistik und ARM64-Linux statt neuer Planeten
Factorio PC ab 25,58 € Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 3 Minuten LesezeitFactorio 2.1 ist seit dem 23. Oktober 2026 als stabile PC-Version verfügbar. Version 2.1.23 läuft damit nun regulär statt nur im experimentellen Zweig. Nach vier Monaten öffentlicher Erprobung erhalten nun auch Spieler mit automatischen stabilen Updates die neuen Möglichkeiten für Raumlogistik und Schaltungsnetze.
Das Update ist kostenlos und erweitert vor allem bestehende Systeme. Neue Planeten, Gegner oder Forschungsbäume gehören nicht dazu. Dafür verändert 2.1 mehrere Abläufe, die bei großen Fabriken und in der Erweiterung Space Age bisher viel Handarbeit verursacht haben.
Weniger Raketen für dieselbe Raumplattform
Beim Bau einer Raumplattform können automatische Raketen jetzt verschiedene angeforderte Materialien zusammen transportieren. Zuvor führte schon eine kleine Bestellung unterschiedlicher Bauteile häufig zu mehreren Starts mit jeweils nur einer Warenart. Die neue Befüllung nutzt die verfügbare Nutzlast besser aus und priorisiert wichtige Bauteile der Plattform.
Auch die Fracht am anderen Ende einer Weltraumroute lässt sich anders verteilen. Neue Entladebuchten an planetaren Landeplattformen nehmen Greifarme auf. Damit können Spieler eintreffende Güter unmittelbar auf Förderbänder oder in Züge laden, statt ausschließlich auf Logistikroboter angewiesen zu sein. Gerade für sehr große Transportnetze eröffnet das neue Bauweisen.
Mehr Kontrolle über Schaltungen und Forschung
Das Schaltungsnetz kann Eingänge und Ausgänge auf verschiedene Kabelfarben verteilen. Dadurch lassen sich Signale besser trennen. Labore können außerdem anhand festgelegter Schaltungsbedingungen selbst entscheiden, welche Forschung als Nächstes läuft. Das ist besonders nützlich, wenn Forschungspakete von mehreren Planeten eintreffen und nicht jederzeit in gleicher Menge verfügbar sind.
Der Versionswechsel ist allerdings nicht für jede bestehende Fabrik folgenlos. Wube hat auch bisherige Schaltungsregeln verändert. Wer komplexe Blaupausen, Mod-Pakete oder eine lang gewachsene Space Age-Fabrik nutzt, sollte seine Spielstände vor dem Aktualisieren sichern. Ein in 2.1 gespeicherter Spielstand lässt sich nicht einfach wieder in Version 2.0 öffnen.
Factorio läuft auch nativ auf ARM64-Linux
Mit 2.1 gehört zudem eine native Linux-Fassung für ARM64-Prozessoren zur PC-Entwicklung. Sie wurde bereits im September über den experimentellen Zweig eingeführt. Auf Steam betrifft das unter anderem Valves Steam Frame. Für ARM64-Linux gibt es auch eigenständige Downloads und eine Serverversion. Ein Raspberry Pi 5 eignet sich dabei für einen dedizierten Server, nicht für die grafische PC-Fassung.
ARM64 ist dabei keine weitere Konsolenveröffentlichung. Die vorhandenen Fassungen für Nintendo Switch und Switch 2 sind eigene Produkte, deren Versionsstände nicht aus der PC-Freigabe abgeleitet werden können.
Der letzte große Entwicklungsschritt?
Wube sieht in 2.1 voraussichtlich das letzte umfangreiche Update für Factorio. Das Studio möchte die laufende Entwicklung anschließend auf Fehlerkorrekturen, Modding und Unterstützung weiterer Geräte konzentrieren. Nach der großen Erweiterung Space Age steht diesmal also nicht mehr der Ausbau der Spielwelt, sondern die bessere Steuerung der bestehenden Fabriken im Vordergrund.
Weitere Informationen zu den Spielmechaniken, Plattformfassungen und der Erweiterung bietet die Factorio-Spielseite. Die offizielle Versionsübersicht zeigt den stabilen Entwicklungszweig. Wube erläutert die wichtigsten Änderungen an Raketenlieferungen, Schaltungsnetzen und Landestationen sowie die ARM64-Portierung in eigenen Entwicklerbeiträgen.