EU-Verbraucherschützer nehmen Ingame-Käufe bei Minecraft, Valorant und weiteren Spielen ins Visier

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EU-Karte zur Zusammenarbeit im Verbraucherschutz
Bild: European Commission · Bildquelle

Das europäische Consumer Protection Cooperation Network (CPC) hat koordinierte Maßnahmen zu Ingame-Käufen und virtuellen Währungen bei neun Spieleunternehmen gestartet. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Minecraft, Valorant, Hunt: Showdown 1896, Candy Crush Saga und For Honor. Die Behörden prüfen, wie transparent Preise, virtuelle Währungen und Kaufbedingungen für Spieler dargestellt werden.

Neun Spiele stehen nach einem EU-weiten Marktcheck im Fokus

Nach Angaben der Europäischen Kommission hatte das CPC-Netzwerk bereits 2025 einen Dialog mit der Spielebranche begonnen. Weil dieser nach Darstellung der Behörde keine zufriedenstellenden Ergebnisse brachte, folgte ein Marktcheck. Für eine weitere Bewertung wurden neun Titel ausgewählt: Hunt: Showdown 1896, Forge of Empires, Candy Crush Saga, Minecraft, Mech Arena, Gardenscapes, Valorant, Clash of Clans und For Honor.

Die koordinierten Maßnahmen richten sich gegen die jeweils verantwortlichen Unternehmen, darunter Crytek, InnoGames, King, Mojang, Plarium, Riot Games, Supercell und Ubisoft. Dass ein Spiel Teil dieser Prüfung ist, bedeutet nicht automatisch, dass bereits ein Rechtsverstoß festgestellt wurde.

Behörden verlangen klarere Preise und Kaufbedingungen

Das CPC-Netzwerk orientiert sich dabei an seinen Grundsätzen für virtuelle Ingame-Währungen. Spieler sollen den tatsächlichen Preis eines Gegenstands erkennen können, ohne ihn erst aus komplizierten Umrechnungskursen ableiten zu müssen. Die Behörden wenden sich außerdem gegen Modelle, bei denen Nutzer deutlich mehr virtuelle Währung kaufen müssen, als sie für einen gewünschten Gegenstand benötigen.

Weitere Punkte betreffen verständliche Informationen vor dem Kauf, klare Vertragsbedingungen und den gesetzlichen Widerruf, soweit dieser anwendbar ist. Besondere Aufmerksamkeit gilt laut Kommission zudem schutzbedürftigen Verbrauchern wie Kindern.

Separate CPC-Maßnahme betrifft Diablo Immortal und Call of Duty: Mobile

Parallel arbeitet das CPC-Netzwerk mit Activision Blizzard UK an einer gesonderten Maßnahme zu Diablo Immortal und Call of Duty: Mobile. Dabei geht es laut Kommission unter anderem um den Verkauf virtueller Währungen, die Erhebung personenbezogener Daten, mögliche suchtfördernde Gestaltungsmuster, voreingestellte Kinderschutzfunktionen, Direktmarketing an Kinder, vorvertragliche Informationen und Kontosperren.

Das CPC-Netzwerk besteht aus nationalen Verbraucherschutzbehörden der EU-Mitgliedstaaten und wird bei grenzüberschreitenden Verfahren von der Europäischen Kommission koordiniert.

Quelle: Europäische Kommission / Consumer Protection Cooperation Network.

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