Battleplan ist da: Elf Einsätze und eine Armee, die Befehle selbst ausführt
Battleplan PC ab 20,49 € Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 3 Minuten LesezeitBattleplan ist am 12. Oktober für Windows-PC erschienen. Das Strategiespiel von Foolish Mortals Games und Slitherine verlegt die Entscheidungen im Zweiten Weltkrieg eine Ebene über das übliche Mikromanagement: Spieler planen Operationen, legen Ziele fest und überlassen Offizieren einen Teil der Umsetzung. Zum Start gehören elf historische Kampagnenmissionen und zwei Tutorials.
Die besondere Frage hinter diesem Ansatz ist nicht, ob ein einzelner Panzer rechtzeitig ausweicht. Entscheidend ist, wie gut der gesamte Verband vorbereitet wurde, bevor sich die Lage an der Front verändert. Die offizielle Veröffentlichung bestätigt den heutigen PC-Start; die konkreten Spielsysteme erklärt Slitherine in seinem ausführlichen Überblick zur Startfassung.
Ein Befehl ist noch kein Sieg
Auf den Karten werden Angriffsrichtungen, Abwehrlinien, Gegenstöße und Rückzüge geplant. Hinter den Symbolen stehen Formationen aus Regimentern, Bataillonen und Kompanien. Sie folgen einer Befehlskette, in der Offiziere ihre Einheiten selbstständig führen. Wer nicht jede Bewegung selbst bestimmen will, kann mit Zonenbefehlen ganze Frontabschnitte an Verbände übertragen.
Völlig aus der Hand gibt Battleplan die Steuerung trotzdem nicht: Einzelne Einheiten lassen sich gezielt anweisen, das Geschehen läuft in Echtzeit und kann pausiert oder beschleunigt werden. Die Spannung entsteht aus dem Abstand zwischen einem sauber gezeichneten Plan und dem, was Gelände, Gegner und Versorgung daraus machen.
Die Kampagne behält ihre Verluste im Gedächtnis
Die elf Missionen führen laut Publisher von der Landung in der Normandie bis zur Operation Varsity. Zwischen den Einsätzen beginnt die Armee nicht einfach von vorn. Divisionen können aufgerüstet und umgegliedert werden, Offiziere gewinnen Erfahrung und angeschlagene Verbände brauchen Erholung. Zur Unterstützung stehen unter anderem Aufklärungs- und Kampfflugzeuge bereit.
Auch Logistik gehört zur Planung. Nachschubwege sichern den Vormarsch, während zerstörte Verbindungen eine Offensive zum Stillstand bringen können. Die Spielkarten beruhen nach Herstellerangaben auf geografischen Daten; Höhen, Straßen und Ortschaften sind damit nicht bloß Hintergrunddekoration. Die Kampagne wird um zwei Einführungsmissionen ergänzt. Einzelne Szenarien erlauben auch die Führung deutscher Truppen.
Was seit der Demo hinzugekommen ist
Für die finale Fassung nennt Slitherine neue Zonenbefehle, einen erweiterten Armee-Editor und zusätzliche Optionen für Aufklärung, Artillerie und kombinierte Waffen. Auch die Reaktionen verbündeter und gegnerischer Einheiten sollen überarbeitet worden sein. Ob sich all das in langen Gefechten bewährt, lässt sich aus einer Ankündigung allein nicht beurteilen.
Der Hersteller spricht außerdem über mögliche spätere Verbesserungen und zusätzliche Kriegsschauplätze. Dafür gibt es bislang keine verbindlichen Termine. Die elf Kampagnenmissionen beziehen sich auf den bestätigten Umfang zum heutigen Start, nicht auf künftige Erweiterungen.
PC-Start mit deutschen Bildschirmtexten
Steam führt Battleplan als Einzelspielertitel für Windows. Deutsche Menüs und Untertitel sind angegeben, die Sprachausgabe ist dort auf Englisch ausgewiesen. Als Mindestanforderung nennt der Store unter anderem 4 GB RAM, eine GeForce GT 1030 oder Radeon RX 460 und 8 GB Speicherplatz. Native Konsolenfassungen sind derzeit nicht bestätigt.
Den dauerhaften Überblick über Kampagne, Befehlssystem, Technik und Plattform bietet der neue Battleplan-Spielehub. Einen offiziellen Videoüberblick hat Slitherine ebenfalls veröffentlicht.