Warhammer Blood Bowl: 70 bis 80 Prozent spielten Blood Bowl 3 solo
Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit
Ein überraschend großer Teil der Blood-Bowl-3-Spieler hat sich offenbar nie oder nur selten mit menschlichen Gegnern gemessen. Laut Cyanide-Programmierer Mathieu Valero entfielen in den Eternal Leagues rund 70 bis 80 Prozent der Partien auf Solo-Spiele gegen die KI. Für das kommende Warhammer Blood Bowl macht das die Computergegner zu einem der wichtigsten Baustellen des Teams.
Valero erklärte im Gespräch mit Wargamer, dass Cyanide die Nutzung aus rund zwei Jahren Live-Betrieb von Blood Bowl 3 ausgewertet habe. Die bisherige KI galt dabei selbst im Studio nicht als Stärke. In der neuen Fassung soll sie Einsteiger sinnvoll fordern, gleichzeitig aber auch mit verlässlichen Team-Builds und besseren Entscheidungen genug Widerstand für erfahrenere Spieler bieten.
Warhammer Blood Bowl soll Blood Bowl 3 nicht einfach ersetzen
Warhammer Blood Bowl entsteht weiterhin bei Cyanide Studio, wird künftig aber von Slitherine veröffentlicht. Technisch baut die neue Version auf Blood Bowl 3 auf, übernimmt jedoch die Regeln der aktuellen Third Season Edition des Tabletop-Spiels. Dazu kommen neue Teams wie Bretonen und Tomb Kings sowie der schnellere Sieben-gegen-Sieben-Modus Rumble.
Für Besitzer von Blood Bowl 3 ist der Übergang ungewöhnlich kundenfreundlich geplant: Slitherine kündigte Warhammer Blood Bowl als kostenloses Upgrade an. Bereits erworbene Inhalte sollen in die neue Fassung mitgenommen werden. Als Veröffentlichungsfenster nennt der Publisher weiterhin Ende 2026; einen festen Termin gibt es noch nicht.
Auch Menüs und Einstieg werden überarbeitet
Die Erkenntnisse aus dem Live-Betrieb fließen nicht nur in die KI. Cyanide arbeitet ebenfalls am Onboarding und an einer neu strukturierten Benutzeroberfläche. Wettbewerbe sollen sich leichter erreichen lassen, während anpassbare Kacheln auf der Startseite den häufig genutzten Funktionen mehr Platz geben.
Damit reagiert das Studio auf einen der größten Kritikpunkte von Blood Bowl 3: Nicht nur die KI, sondern auch Bedienung und Einstieg sollen weniger Reibung erzeugen. Gerade angesichts des hohen Solo-Anteils ist das mehr als Detailpflege – für viele Spieler entscheidet die Qualität dieser Systeme darüber, wie gut Warhammer Blood Bowl außerhalb kompetitiver Online-Ligen funktioniert.
Quelle: Wargamer-Interview mit Mathieu Valero; Slitherine Next Recap.