Stellar Blade stand beinahe vor dem Aus: Shift Up hatte nur noch Geld für drei Monate Gehälter
Von Kai Wirth Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit
Der Erfolg von Stellar Blade war für Shift Up keineswegs absehbar. CEO Kim Hyung-tae hat auf der Tokyo Game Show 2026 rückblickend beschrieben, wie knapp das Studio während der Entwicklung zeitweise vor einer finanziellen Sackgasse stand: Nach seinen Angaben reichten die verfügbaren Mittel irgendwann nur noch für ungefähr drei Monate Gehaltszahlungen.
Kim schilderte gegenüber koreanischen Medien, dass er in dieser Phase selbst auf der Suche nach neuen Investoren gewesen sei. Viele Geldgeber hätten das damals noch unfertige Stellar Blade eher als Risiko denn als wertsteigerndes Projekt betrachtet. Einige hätten Shift Up sogar signalisiert, dass sie das Unternehmen höher bewerten würden, wenn das Studio das Projekt aufgebe.
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Shift Up hielt trotz des finanziellen Risikos an Stellar Blade fest
Shift Up entschied sich dennoch gegen einen Abbruch. Kim führt die spätere Entwicklung des Unternehmens heute auch auf die Spieler zurück, die diese Entscheidung im Nachhinein bestätigt hätten. Aus dem einst riskanten Konsolenprojekt wurde schließlich eine der zentralen Marken des Studios.
Die Aussagen stammen aus einer Pressekonferenz rund um die Tokyo Game Show 2026. Kim sprach dort nicht nur über die schwierige Frühphase von Stellar Blade, sondern auch über die heutige Multiplattform-Strategie von Shift Up. Nach dem ursprünglichen PS5-Release im April 2024 folgte im Juni 2025 die PC-Version; im November 2026 soll das Spiel zusätzlich auf Nintendo Switch 2 erscheinen.
Aus dem Wagnis ist eine langfristige Reihe geworden
Wie stark sich die Situation inzwischen verändert hat, zeigt auch die weitere Planung: Mit Stellar Blade: BLOOD RAIN arbeitet Shift Up bereits an einem direkten Nachfolger. Das erste Spiel wird zugleich weiter auf zusätzliche Plattformen gebracht und durch Kollaborationsinhalte ergänzt.
Kim betonte auf der TGS außerdem, künftige Spiele möglichst vielen Nutzern zugänglich machen zu wollen, solange die Qualität des jeweiligen Spiels darunter nicht leide. Shift Up baut parallel eigene Publishing-Strukturen aus. Die finanzielle Krise während der Stellar-Blade-Entwicklung bleibt damit vor allem ein Rückblick auf eine deutlich unsicherere Phase des Studios – und kein Hinweis auf aktuelle Probleme.