Satya Nadella: Xbox sucht weiter nach einem nachhaltigen Geschäftsmodell

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Satya Nadella im Gespräch mit Alex Heath im Sources Podcast
Bild: Alex Heath / Sources Podcast via YouTube · Bildquelle

Microsoft-Chef Satya Nadella hat die strategische Richtung von Xbox nach der jüngsten Umstrukturierung bekräftigt. In einem Gespräch mit Alex Heath im Sources-Podcast sagte Nadella, Microsoft sehe weiterhin große Stärke in seinem Spiele- und Markenportfolio. Zugleich machte er deutlich, dass Xbox wirtschaftlich noch nicht am Ziel ist: Die Sparte müsse ein nachhaltiges Geschäftsmodell finden, mit dem sie Spiele für mehr Menschen anbieten kann.

Damit knüpft Nadella an den Kurs an, den die neue Xbox-Führung in diesem Jahr eingeschlagen hat. Microsoft will Xbox ausdrücklich nicht auf die Rolle eines reinen Publishers reduzieren. Nadella beschrieb das Ziel vielmehr als Kombination aus starkem Spiele-Publisher und Plattformanbieter für PC und Xbox-Konsolen.

Xbox soll 2027 wieder wachsen

Im Interview verwies Nadella auf die laufende Neuordnung unter Xbox-Chefin Asha Sharma und auf das Ziel, die Gaming-Sparte im nächsten Geschäftsjahr wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Konkrete neue Produkte oder Änderungen an Game Pass kündigte er dabei nicht an. Seine Aussagen beschreiben vor allem die wirtschaftliche Leitlinie hinter dem Umbau.

Die Ausgangslage hatte Sharma bereits im Juli ungewöhnlich offen beschrieben. In einem offiziellen Xbox-Wire-Beitrag erklärte sie, dass Xbox im Geschäftsjahr 2027 rund 3.200 Stellen abbauen will. Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Sparte deutlich niedrigere Margen als vergleichbare Plattform- und Publishing-Unternehmen erreiche und bisherige Wachstumswetten nicht im erwarteten Tempo aufgegangen seien.

Die Umstrukturierung läuft weiter

Am 22. September bestätigte Xbox in einem weiteren offiziellen Update den Abbau von weiteren 268 Stellen. Microsoft ordnet außerdem mehrere Studios und Marken neu: Activision erhält unter anderem zusätzliche Verantwortung für Rare und World’s Edge sowie ein neues Team für den nächsten Halo-Titel. Bethesda übernimmt Obsidian in seine Organisationsstruktur, während Playground Games und Turn 10 künftig enger als gemeinsame Einheit für Forza und Fable arbeiten.

Nadella stellte diese Maßnahmen im Podcast als Teil einer Straffung dar, die Xbox wieder auf eine tragfähige wirtschaftliche Basis bringen soll. Gleichzeitig betonte er, dass Microsoft an seinem Spieleportfolio und seinen Studios festhalten und weiterhin neue Spiele produzieren will.

Was Nadellas Aussage für Xbox bedeutet

Neu ist weniger das grundsätzliche Ziel als die Deutlichkeit, mit der Microsoft die wirtschaftliche Frage inzwischen in den Mittelpunkt stellt. Xbox soll weiterhin Plattform, Publisher und Ökosystem bleiben, muss diese Kombination aber profitabler betreiben. Welche Rolle dabei künftig Game Pass, Multiplattform-Veröffentlichungen, eigene Hardware und Cloud-Angebote jeweils spielen, ließ Nadella offen.

Für Spieler bedeutet das zunächst, dass Microsoft seinen breit angelegten Xbox-Ansatz nicht aufgibt. Der Konzern will PC und Xbox-Konsolen weiterhin als eigene Plattformen bedienen, während die interne Struktur und die Kostenbasis weiter umgebaut werden. Ob daraus tatsächlich das angekündigte Wachstum im kommenden Geschäftsjahr entsteht, dürfte sich erst mit den nächsten Quartalszahlen und den kommenden Spieleveröffentlichungen zeigen.

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