NIKKE: Manipulierter PC-Launcher verbreitete Schadsoftware – wer jetzt seinen Rechner kontrollieren sollte
Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 2 Minuten LesezeitDer PC-Launcher von Goddess of Victory: NIKKE wurde über manipulierte Skriptdateien zum Einfallstor für Schadsoftware. Publisher Level Infinite fordert alle auf, ihren Windows-PC zu kontrollieren, wenn sie den Launcher seit dem 27. September 2026 um 15:41 Uhr koreanischer Zeit mindestens einmal geöffnet haben. Die Mobilversionen für Android und iOS sind nach Angaben des Betreibers nicht betroffen.
Am 5. November wurde im offiziellen Windows-Client eine Funktion zur Erkennung und Entfernung der Schadsoftware freigeschaltet. Trotzdem rät der Publisher betroffenen Spielern zusätzlich, verwendete Passwörter, Zugriffsschlüssel und aktive Zugangsdaten zu sichern beziehungsweise auszutauschen.
Wer sollte seinen Rechner kontrollieren?
Entscheidend ist nicht, ob NIKKE heute noch installiert ist. Wer den Windows-Launcher nach dem genannten Zeitpunkt gestartet hat, fällt in den Kreis der Personen, für die Level Infinite Sicherheitsmaßnahmen empfiehlt. Wer ausschließlich auf dem Smartphone gespielt hat, muss wegen dieses Vorfalls nichts unternehmen.
Nach der offiziellen Mitteilung zum Sicherheitsvorfall wurde bereits am 27. September eine von mehreren Diensten genutzte Domain übernommen. Noch am selben Tag wurden vier Skriptdateien verändert. Die Verteilung schädlicher Programme an Spielerrechner begann nach Angaben des Betreibers am 30. Oktober.
Was Spieler jetzt tun können
Der Hersteller empfiehlt, zunächst alle geöffneten Webbrowser zu schließen und anschließend den aktualisierten offiziellen NIKKE-Launcher zu starten. Die seit dem 5. November integrierte Sicherheitsfunktion sucht nach verdächtigen Dateien. Bei einem Treffer kann die Entfernung über eine angezeigte Abfrage bestätigt werden. Für Spieler ohne installierten Launcher gibt es auch eine offizielle Anleitung zur manuellen Kontrolle.
Wer den Launcher im betroffenen Zeitraum verwendet hat, sollte außerdem von einem vertrauenswürdigen Gerät aus Passwörter ändern und wichtige Kontositzungen sowie API-Zugriffsschlüssel erneuern. Das betrifft besonders Zugänge, die auf dem möglicherweise kompromittierten Computer benutzt wurden. Bei vermuteten finanziellen Schäden verweist Level Infinite an seinen Kundensupport.
Was über die Schadsoftware bekannt ist
Unabhängige Sicherheitsanalysen beschreiben einen nachgeladenen Fernzugriffsschädling, der Zugangsdaten und Browserinformationen ausspähen kann. BleepingComputer hat manipulierte Skriptdateien untersucht und den Abruf weiteren Schadcodes bestätigt. Die öffentlich bekannte Analyse beschreibt auch mögliche Angriffe auf Kryptowallet-Daten. Ob und in welchem Umfang Spieler tatsächlich Daten oder Geld verloren haben, ist damit nicht belegt.
Am 4. November tauschte der Betreiber die betroffenen Dateien aus und verteilte bereinigte Fassungen über sein Auslieferungsnetzwerk. Die zusätzliche Suchfunktion folgte am 5. November. Die Untersuchung der Folgen und weitere technische Schutzmaßnahmen laufen weiter.