King unterschreibt Tarifvertrag – Streik in Schweden abgesagt
Von Magnus Ohle Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit
Beim Candy-Crush-Entwickler King ist ein angekündigter Arbeitskampf in Schweden abgewendet. Das Unternehmen hat nach fast einem Jahr ergebnisloser Verhandlungen einen Tarifvertrag mit den beteiligten Gewerkschaften geschlossen. Die für Ende September angekündigten Streikmaßnahmen sind damit abgesagt.
Die Einigung wurde nach Angaben der Gewerkschaft DIK spät am Donnerstag, dem 24. September 2026, erzielt. Ausgangspunkt waren Verhandlungen von Unionen und Sveriges Ingenjörer mit King, das in Schweden unter dem Firmennamen Midasplayer AB arbeitet.
Tarifvertrag gilt ab April 2027
King fällt künftig unter den Tarifvertrag TechSverige IT. Er tritt für das Unternehmen am 1. April 2027 in Kraft. DIK nennt als zentrale Ziele verlässlichere Beschäftigungsbedingungen und mehr Mitbestimmung für die Belegschaft.
Konkrete Details zu einzelnen Vergütungsbestandteilen oder möglichen Änderungen bei Arbeitszeiten wurden in der öffentlichen Mitteilung nicht aufgeschlüsselt. Klar ist jedoch, dass die Vereinbarung die zuvor angekündigten Arbeitskampfmaßnahmen beendet.
Fünf Gewerkschaften erhöhten den Druck
Unionen und Sveriges Ingenjörer hatten King am 15. September mit Arbeitskampfmaßnahmen gedroht. Anschließend kündigten auch DIK, Akademikerförbundet SSR und Naturvetarna Unterstützungsmaßnahmen an. DIK hatte für seine Mitglieder bei King eine vollständige Arbeitsniederlegung ab dem 29. September vorgesehen.
King beschäftigt nach Angaben von DIK mehr als 550 Menschen in seiner schwedischen Gesellschaft und unterhält Büros in Stockholm und Malmö. Das Studio wurde 2003 gegründet und ist vor allem durch Candy Crush Saga bekannt.
Einigung kurz vor Beginn der Maßnahmen
Die Vereinbarung kommt damit unmittelbar vor dem geplanten Start der ersten Maßnahmen zustande. Kajsa Dahlerus, Verhandlungschefin bei DIK, bezeichnet die Einigung als wichtigen Schritt und verweist auf die Bedeutung stabiler Beschäftigungsbedingungen und der Mitbestimmung.
Für King beendet der Abschluss einen Konflikt, der sich über mehr als ein Jahr aufgebaut hatte. Für die schwedische Spielebranche ist die Einigung zugleich ein weiterer prominenter Fall, in dem Tarifverträge und gewerkschaftliche Organisation stärker in den Mittelpunkt rücken.