Call of Duty: Cheat-Markt soll 8,5 Milliarden Dollar pro Jahr umsetzen

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Cheating in Videospielen ist längst mehr als ein paar Aimbots und Wallhacks. Activisions Team RICOCHET verweist auf Schätzungen, nach denen das gesamte Geschäft rund um Cheats, gestohlene oder vorbereitete Accounts, Boosting und Spoofing inzwischen etwa 8,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr umsetzen könnte.

Die Zahl stammt nicht aus einer eigenen Activision-Messung. Grundlage ist eine Analyse des Threat-Intelligence-Anbieters Intorqa, die RICOCHET in einem neuen Beitrag zum Geschäft hinter Videospiel-Cheats aufgreift. Allein Cheat-Abonnements für 15 untersuchte Spiele sollen demnach rund 3,5 Milliarden Dollar jährlich generieren. Erst mit angrenzenden Angeboten wie Account-Handel, Boosting und Hardware-Spoofing steigt die Schätzung auf 8,5 Milliarden Dollar.

RICOCHET Anti-Cheat zeigt die Struktur des Cheat-Markts rund um Entwickler, Anbieter und Wiederverkäufer
Team RICOCHET beschreibt den Markt als mehrstufiges Netz aus Entwicklern, direkten Verkäufern und Wiederverkäufern. Bild: Activision / Team RICOCHET

RICOCHET geht nicht nur gegen einzelne Cheater vor

Activision beschreibt den Markt hinter den Tools als organisiertes Netzwerk. Viele Angebote seien lediglich umbenannte Varianten derselben Software, die über verschiedene Shops und Reseller gleichzeitig verkauft werde. RICOCHET versucht deshalb nicht nur Accounts zu sperren, sondern auch Infrastruktur, Vertriebswege und Anbieter zu treffen.

Nach Angaben des Teams wurden bislang mehr als 375 Reseller-Strukturen gestört, mehr als 80 Unterlassungsaufforderungen verschickt und 31 größere Cheat-Anbieter bei der Schließung getroffen. Im vergangenen Monat seien zusätzlich mehr als 70.000 neue Hardware-Sperren ausgesprochen worden.

Cheats, Accounts und Umgehung bilden drei Märkte

RICOCHET teilt das Ökosystem in drei miteinander verbundene Bereiche: eigentliche Cheats wie Aimbots oder Wallhacks, Ersatz- und gestohlene Accounts sowie Umgehungsdienste für Hardware-Sperren und andere Schutzmaßnahmen.

Ein typisches Cheat-Abonnement koste laut Activision im Schnitt etwa 40 Dollar pro Monat, teurere Angebote mehr als 100 Dollar. Zusätzliche Spoofer und spezielle Hardware können die Kosten weiter erhöhen. Gleichzeitig warnt das Unternehmen davor, dass Anbieter teils persönliche Daten wie IP-Adressen, Discord-Konten, Zahlungsinformationen oder sogar Ausweisdokumente sammeln und Cheat-Software mit Malware versehen.

Modern Warfare 4 setzt weiter auf RICOCHET

Der neue RICOCHET-Beitrag ist unter anderem Call of Duty: Modern Warfare 4 zugeordnet. Für den PC-Einsatz gehören TPM 2.0 und Secure Boot weiterhin zum Sicherheitskonzept. Den dauerhaft relevanten Stand zu Release, Plattformen, Kampagne, Multiplayer und PC-Voraussetzungen sammeln wir auf unserer Spielseite zu Call of Duty: Modern Warfare 4.

Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober 2026 für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2.

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