Kiss geht mit Avataren in die digitale Ära nach finaler Live-Tour

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Die legendäre Rockband Kiss hat einen bahnbrechenden Wandel in der Musikbranche vollzogen, indem sie ihre Live-Auftritte beendete und in den digitalen Bereich überging. Dieser historische Schritt wurde durch ihren letzten Live-Auftritt in der ikonischen Madison Square Garden-Arena in New York City besiegelt, der Teil ihrer Abschiedstournee „The End of the Road“ war. Doch dies ist nicht das Ende von Kiss, sondern vielmehr der Beginn eines neuen Kapitels im digitalen Raum.

Digitale Avatare: Eine neue Ära für Kiss

In einem innovativen Sprung hat Kiss digitale Avatare eingeführt, um ihr Erbe fortzuführen. Diese Avatare, die von Industrial Light & Magic in Zusammenarbeit mit Pophouse Entertainment Group erstellt wurden, kamen während der Zugabe ihres letzten Konzerts zum Einsatz. Die Transformation in virtuelle Persönlichkeiten stellt eine signifikante Evolution für die Band dar und ermöglicht es ihnen, auf unbestimmte Zeit in der digitalen Domäne zu touren und aufzutreten. Die Zusammenarbeit mit diesen Unternehmen, die für ihre Arbeit in Spezialeffekten und Unterhaltung bekannt sind, ist ein Beleg für das Bestreben von Kiss, in puncto technologische Fortschritte in der Musikbranche immer an der Spitze zu bleiben.

Die Technologie hinter der Transformation

Die Erstellung dieser Avatare umfasste das Performen der Bandmitglieder in Motion-Capture-Anzügen, ein Verfahren, das ihre Bewegungen und ihr Wesen einfängt. Diese Methode resultiert in einer virtuellen Darstellung, die sowohl realistisch als auch getreu dem ikonischen Stil der Band ist. Die Avatare werden als Superheldenversionen der Band dargestellt, was die überlebensgroße Persönlichkeit unterstreicht, für die Kiss bekannt ist. Laut Per Sundin, dem CEO von Pophouse Entertainment, ermöglicht dieser innovative Ansatz es Kiss, gleichzeitig auf mehreren Kontinenten aufzutreten und die Grenzen dessen zu erweitern, was bei Live-Musikauftritten möglich ist.

Sichtweisen der Band

Frontmann Paul Stanley und Bassist Gene Simmons haben ihre Begeisterung für diesen Übergang zum Ausdruck gebracht. Stanley merkte an, dass die vergangenen Errungenschaften der Band beeindruckend seien, das Vermächtnis der Band es jedoch verdiene, fortgesetzt und ausgebaut zu werden. Simmons äußerte sich in ähnlicher Weise und hob das Potenzial hervor, dass die Band durch diese Technologie neue Horizonte explorieren und ihren ikonischen Status beibehalten kann. Der Umstieg auf digitale Avatare, so Simmons, ermöglicht es Kiss, „für immer jung und ewig ikonisch“ zu bleiben, während sie in bisher ungeahnte Bereiche der Live-Musik vordringen.

Fazit

Der Übergang von Kiss von Live-Auftritten zu digitalen Avataren markiert einen bedeutenden Moment in der Evolution der Musikindustrie. Er demonstriert das Potenzial für legendäre Bands, ihren Einfluss auszudehnen und Fans über Generationen hinweg zu unterhalten, unabhängig von den physischen Beschränkungen durch Alter und Zeit. Der Einstieg von Kiss in die digitale Welt geht nicht nur darum, ihr Vermächtnis zu bewahren; es handelt sich um eine Neudefinition der Grenzen von Musikaufführungen und Publikumsbindung im digitalen Zeitalter.

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