Summer Eternal gibt Spielern fünf Prozent am Studio – über eine eigene Non-Profit-Organisation

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Summer Eternal – offizielles Studio-Logo
Bild: Summer Eternal · Bildquelle

Summer Eternal bindet seine Spielerschaft ungewöhnlich direkt in die Eigentümerstruktur des Studios ein. Wer ein Produkt des Studios gekauft hat – etwa die erste Summer-Eternal-Anthologie – kann der neu eingerichteten Players Non-Profit beitreten. Diese Organisation hält nach Angaben des Studios fünf Prozent an Summer Eternal und nimmt an dessen Governance teil.

Summer Eternal wurde unter anderem von ehemaligen ZA/UM-Entwicklern aufgebaut und arbeitet derzeit an dem Rollenspiel Project Red Rooster. Das Studio beschreibt sich ausdrücklich als worker- und player-owned und experimentiert damit mit einer Struktur, die neben Vollzeitbeschäftigten, Freelancern und Investoren auch Käufer in die formale Organisation einbezieht.

Fünf Prozent gehören der Players Non-Profit

Die fünf Prozent liegen nicht bei einzelnen Spielern. Stattdessen gehören sie einer separaten Players Non-Profit. Wer mindestens 18 Jahre alt ist und einen Kauf bei Summer Eternal nachweisen kann, kann sich für die Organisation registrieren.

Die übrigen 95 Prozent des Studios verteilen sich laut Summer Eternal auf andere Stakeholder wie Vollzeitbeschäftigte, freie Mitarbeiter und Investoren. Die Spielerorganisation soll damit nicht nur symbolisch existieren, sondern tatsächlich Teil der Governance-Struktur sein.

Mitbestimmung statt persönlicher Ausschüttung

Das Modell unterscheidet sich bewusst von klassischen Kundenbeteiligungen. Mitglieder der Players Non-Profit sollen nicht einfach individuell Gewinne ausgezahlt bekommen. Stattdessen können sie mitentscheiden, wie Einnahmen der Organisation eingesetzt werden.

Summer Eternal beschreibt das als Versuch, die Beziehung zwischen Entwickler und Publikum langfristiger zu gestalten. Die Verantwortung eines Studios solle aus Sicht der Entwickler nicht in dem Moment enden, in dem ein Käufer auf den Bestellknopf klickt.

Project Red Rooster bleibt das eigentliche Spielprojekt

Parallel zur ungewöhnlichen Studio-Struktur arbeitet Summer Eternal weiter an Project Red Rooster, dem ersten eigenen Rollenspielprojekt. Das Team setzt sich unter anderem aus Entwicklern zusammen, die zuvor an Disco Elysium beziehungsweise später eingestellten Projekten bei ZA/UM gearbeitet haben.

Konkrete Auswirkungen der neuen Spielerbeteiligung auf einzelne Designentscheidungen von Project Red Rooster sind bislang nicht beschrieben. Klar ist bislang vor allem die organisatorische Ebene: Käufer können über die Non-Profit Teil jener Gruppe werden, die fünf Prozent des Studios hält und an seiner Governance beteiligt ist.

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