Neuseelands Games-Branche knackt 1 Milliarde NZ-Dollar – trotz 11 Prozent weniger Jobs

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Teilnehmende der New Zealand Game Developers Conference mit NZGDA-Beschilderung
Bild: New Zealand Game Developers Association · Bildquelle

Neuseelands Spieleindustrie hat erstmals die Marke von einer Milliarde Neuseeland-Dollar Jahresumsatz überschritten. Nach der aktuellen Branchenumfrage der New Zealand Game Developers Association (NZGDA) erwirtschafteten Studios im Geschäftsjahr 2025/26 zusammen 1,002 Milliarden NZ-Dollar – 32 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Rekord hat allerdings eine zweite Seite: Die Zahl der Vollzeitäquivalente sank im selben Zeitraum von 1.418 auf 1.261 Stellen. Das entspricht einem Rückgang von 11,1 Prozent. Damit wächst der Umsatz erstmals deutlich schneller als die Beschäftigung.

95 Prozent der Einnahmen kommen aus dem Ausland

Die neuseeländische Games-Branche bleibt stark exportgetrieben. Laut NZGDA stammen 95 Prozent des Umsatzes, rund 947 Millionen NZ-Dollar, aus internationalen Verkäufen. Im Vorjahr lag der Exportanteil bei 93 Prozent.

Weil gleichzeitig weniger Menschen in der Branche beschäftigt waren, stieg der rechnerische Umsatz pro Vollzeitstelle kräftig: von 535.204 auf 794.607 NZ-Dollar. Das entspricht einem Plus von 48,5 Prozent.

Verband führt Jobrückgang auf zwei Einzelereignisse zurück

Die NZGDA sieht hinter dem Beschäftigungsrückgang keinen branchenweiten Einbruch. Geschäftsführerin Joy Keene führt ihn in der Veröffentlichung auf zwei konkrete Ereignisse zurück: die Schließung eines Studios und die Entscheidung eines weiteren Unternehmens, den Schwerpunkt auf ein Screen-Projekt zu verlagern.

Das ist die Einordnung des Branchenverbands selbst. Die Umsatz- und Beschäftigungszahlen stammen aus dessen jährlicher Unternehmensumfrage und sind keine staatliche Vollerhebung. Für die Größenordnung des Sektors liefern sie dennoch die bislang umfassendste aktuelle Branchenmessung.

Steuern und Förderprogramm rücken mit in den Fokus

Die teilnehmenden Unternehmen meldeten laut NZGDA außerdem mehr als 213 Millionen NZ-Dollar an Einkommensteuer und PAYE-Abgaben. Daraus berechnet der Verband für den staatlichen Game Development Sector Rebate einen fiskalischen Rückfluss von 9,73 NZ-Dollar je investiertem Förder-Dollar. Auch dieser Wert ist eine Berechnung der NZGDA auf Basis der gemeldeten Branchendaten.

Weitere Detailauswertungen der 2026er Umfrage sollen in den kommenden Wochen folgen. Parallel hat die NZGDA erstmals einen eigenen Workforce Report veröffentlicht, der unter anderem Arbeitsmodelle, Gehälter, Diversität und den Umgang mit KI-Werkzeugen in neuseeländischen Studios untersucht.

Bild: New Zealand Game Developers Association / New Zealand Game Developers Conference.

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