Militsioner: Die Demo hat ein Fluchtziel – doch viele Wege zur Standseilbahn

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In der kostenlosen Demo von Militsioner gibt es ein klares Ziel: die Stadt mit einer Standseilbahn verlassen. Wie man zum Wagen gelangt, überlässt TALLBOYS dagegen weitgehend den Spielern. Der seit dem 8. Oktober auf Steam verfügbare Prolog stellt einen Stadtbezirk bereit, in dem Straßen, Dächer und Kanäle miteinander verbunden sind. Über allem wacht ein Polizist, der so groß ist wie die Gebäude selbst.

Damit führt die Testfassung nicht einfach durch eine Reihe vorgegebener Rätsel. Sie soll zeigen, wie viele unterschiedliche Handlungen dieselbe Lage verändern können. Ein benötigter Gegenstand lässt sich möglicherweise kaufen, ertauschen oder stehlen. Bewohner haben eigene Interessen, der Riese reagiert auf das Verhalten des vermeintlich zu Unrecht Festgehaltenen. Ob eine Flucht gelingt, hängt deshalb nicht allein davon ab, einen unbewachten Durchgang zu finden.

Ein Ziel, aber keine vorgeschriebene Route

TALLBOYS beschreibt die Demo als begrenzten Ausschnitt der geplanten Immersive Sim. Sie umfasst einen Bezirk mit zugänglichen Dächern und unterirdischen Wegen. Das Ende dieser Etappe ist die Standseilbahn, doch der Weg dorthin soll verschiedene Lösungsansätze erlauben. Ein Hindernis kann auf direktem Weg unüberwindbar sein, sich aber durch einen anderen Bewohner, eine Ablenkung oder den passenden Zeitpunkt umgehen lassen.

Der entscheidende Unterschied zu einem normalen Schleichspiel liegt in den Figuren. Laut Entwickler merken sich Stadtbewohner, wie sie behandelt wurden. Hilfsbereitschaft kann eine Tür öffnen; Diebstahl oder verdächtiges Verhalten können die Lage verschärfen. Auch Tagesabläufe spielen eine Rolle. Der Riese ist dabei kein bloßer Alarmzustand, der nach kurzer Zeit zurückgesetzt wird: TALLBOYS will seine Stimmung und seine Reaktion auf den Spieler zu einem veränderbaren System machen.

Der riesige Polizist ist Gegner und Gesprächspartner

Dass der Polizist von oben beinahe jeden Winkel überschauen kann, schafft eine ungewöhnliche Form der Überwachung. Gleichzeitig verspricht das Studio, dass er sich nicht ausschließlich mit Verstecken und Flucht austricksen lässt. Man kann versuchen, ihn zu beeinflussen oder eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Selbst Annäherungsversuche gehören laut offizieller Beschreibung zu den Möglichkeiten.

Wie konsequent diese Ideen in der fertigen Version funktionieren, ist noch offen. Die Demo bietet einen ersten Blick auf das Zusammenspiel von sozialen Entscheidungen, Bewegung und Beobachtung. Sie ist aber kein Beleg dafür, wie viele Bezirke, Figuren oder alternative Enden das vollständige Spiel später tatsächlich enthalten wird.

PC-Demo jetzt, Vollversion erst 2027

Die Demo steht kostenlos auf Steam für Windows-PC bereit. Sie ist nicht mit dem Verkaufsstart gleichzusetzen. Für die Vollversion nennt Steam 2027, jedoch noch keinen genauen Termin.

Für Konsolenspieler gibt es bereits einen Ausblick: Microsoft kündigte Militsioner auch für Xbox und Game Pass an. Die offizielle Xbox-Produktseite führt Xbox One und Xbox Series X|S als spielbare Systeme auf. Das betrifft die geplante Vollversion, nicht die aktuell erhältliche Steam-Demo. Deutsch ist auf Steam für Menüs und Untertitel aufgeführt; ein Koop-Modus ist nicht angekündigt.

Den dauerhaften Überblick über Spielprinzip, Plattformen und Entwicklungsstand bietet unser Militsioner-Spielhub.

Der offizielle Demo-Trailer

Der Trailer von der Triple-i-Präsentation gibt einen Eindruck vom Stadtbild und dem riesigen Ordnungshüter.

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