Forza Horizon 6: Forza präzisiert UGC-Regeln nach Itasha-Kritik

Forza Horizon 6 Xbox Series ab 25,14 €
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Forza Horizon 6 – Car Meet mit mehreren Fahrzeugen in Japan
Bild: Playground Games / Xbox Game Studios / Forza.net · Bildquelle

Nach Kritik an Sperren rund um sogenannte Itasha-Lackierungen in Forza Horizon 6 hat Forza seine Regeln für nutzergenerierte Inhalte präzisiert. Entscheidend ist dabei vor allem ein Punkt, der zuletzt für viel Spekulation sorgte: Gemeldete Designs sollen nicht automatisch durch eine große Zahl an Reports sanktioniert werden.

Im aktualisierten Forza Code of Conduct beschreibt das Support-Team, dass auffällige User-Generated-Content-Inhalte von der Moderation einzeln bewertet werden. Dazu gehören Liveries, Vinyl-Gruppen, Fotos und andere von Spielern erstellte Inhalte. Die Zahl der Meldungen soll dabei nicht darüber entscheiden, welche Sanktion ausgesprochen wird.

Warum Itasha-Liveries gerade für Diskussionen sorgen

Auslöser der aktuellen Debatte sind Berichte japanischer Spieler und Livery-Ersteller, deren Designs entfernt oder deren Konten zeitweise gesperrt wurden. Besonders häufig geht es um Itasha – Autos, die mit großen Motiven aus Anime, Manga oder Videospielen gestaltet werden. Weil Forza Horizon 6 in Japan spielt und japanische Autokultur ausdrücklich zu seinen Kernthemen zählt, fällt die Diskussion entsprechend stark auf.

Mehrere Medien, darunter Automaton West, berichten von Spielern, die eine gezielte Meldewelle vermuten. Belegt ist ein solcher Zusammenhang bislang nicht. Genau hier setzt die präzisierte Regelung an: Nach Angaben von Forza landet gemeldeter UGC in einer Warteschlange und wird von einem menschlichen Moderator geprüft. Die Anzahl der Reports soll weder die Priorität noch die Position eines Falls in dieser Warteschlange verändern.

Welche Inhalte Forza weiterhin verbietet

Itasha-Designs sind laut den aktualisierten Regeln grundsätzlich erlaubt. Unzulässig bleiben Inhalte, die gegen die allgemeinen UGC-Vorgaben verstoßen. Forza nennt dafür verschiedene klar abgegrenzte Kategorien und betont, dass die Maßstäbe mit der Zeit weiterentwickelt werden können.

Wie streng einzelne Motive ausgelegt werden, bleibt damit weiterhin eine Einzelfallentscheidung. Gerade bei stilisierten Figuren, Kleidung und Posen kann diese Grenze für Creator schwer vorhersehbar sein. Die neue Erklärung beantwortet also vor allem die Frage nach dem Moderationsprozess, nicht jede Detailfrage dazu, welche konkrete Livery zulässig ist.

Warnung, Sperre oder permanenter Bann

Auch die mögliche Reaktion hängt von Schwere und Vorgeschichte ab. Bei weniger gravierenden erstmaligen Verstößen sieht Forza Warnungen vor; wiederholte oder schwerere Verstöße können längere Sperren nach sich ziehen. Permanente Account- oder Hardware-Banns sind laut Forza insbesondere bei schwerwiegenden Zero-Tolerance-Verstößen vorgesehen. Gegen aktive Sanktionen können Spieler über den Forza-Support Einspruch einlegen.

Für Livery-Künstler ist damit zumindest klarer, dass eine hohe Zahl an Meldungen allein nicht automatisch über eine Sperre entscheiden soll. Offen bleibt jedoch, warum einzelne der derzeit diskutierten Itasha-Designs konkret beanstandet wurden. Solange Forza dafür keine detaillierteren Beispiele nennt, dürfte die Debatte über die Grenze zwischen erlaubter Fan-Kunst und regelwidrigem UGC weitergehen.

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