Chronicles: Medieval: Finanzierung verloren, Early Access in Gefahr

Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit

Raw Power Games hat die Finanzierung für Chronicles: Medieval verloren. Das dänische Studio erklärte am 30. Oktober 2026, dass es ohne neue Mittel nicht an seinem mittelalterlichen Action-Strategiespiel weiterarbeiten könne. Auch der Fortbestand des Studios steht auf dem Spiel.

Die Entwickler sprechen bereits mit möglichen Unterstützern. Eine Rettung ist bislang ebenso wenig bestätigt wie eine Schließung. In seiner offiziellen Mitteilung bezeichnet das Team den geplanten Early Access als greifbar nah, verspricht jedoch keine schnelle Lösung.

Was bedeutet das für den PC-Start?

Chronicles: Medieval ist auf Steam weiterhin für 2027 angekündigt. Einen konkreten Veröffentlichungstag nennt die Store-Seite nicht. Der geplante Start ist angesichts der fehlenden Finanzierung unsicher. Eine offizielle Verschiebung auf einen neuen Termin oder eine Einstellung des Spiels hat Raw Power Games nicht bekannt gegeben.

Schon im August 2026 hatte das Studio den ursprünglich für 2026 vorgesehenen Early Access auf Anfang 2027 verlegt, damals mit der Begründung, mehr Zeit für die Systeme und den Spielstart zu benötigen. Das neue Finanzierungsproblem ist eine separate Entwicklung und lässt sich nicht mit dieser früheren Terminänderung gleichsetzen.

Ein großes Strategiespiel mit direkter Figurensteuerung

Chronicles: Medieval verbindet mittelalterliche Gefechte mit dem Aufbau einer eigenen Armee. Du steuerst deinen Charakter aus der Third-Person-Perspektive, während du Einheiten wie Langbogenschützen, Fußsoldaten und Kavallerie in Echtzeit befehligst. Die offene Welt orientiert sich am Europa des Hundertjährigen Krieges. Reisen, Beziehungen zu Herrschern und die Entwicklung deiner Truppen gehören zum Spielkonzept.

Im September zeigte Raw Power Games eine längere Schlachtpräsentation. Erst wenige Tage vor der Finanzierungsmitteilung widmete sich ein Entwicklertagebuch dem Wappensystem, für das das Team mit dem britischen College of Arms zusammengearbeitet hat.

Entscheidend sind die nächsten Finanzierungsgespräche

Raw Power Games nennt weder den weggefallenen Geldgeber noch konkrete Bedingungen für eine Fortsetzung der Arbeit. Das Team sitzt in Kopenhagen und beschäftigt auch Mitarbeitende, die aus der Ferne arbeiten. Es will über weitere Entwicklungen selbst informieren.

Damit bleibt vor allem eine Frage entscheidend: Ob das Studio neue finanzielle Unterstützung findet und auf dieser Grundlage einen belastbaren Veröffentlichungsplan vorlegen kann. Bis dahin bleibt Chronicles: Medieval ein angekündigtes PC-Spiel, dessen Zukunft offen ist.

Kommentar schreiben
Dein Name und Kommentar sind öffentlich. Die E-Mail-Adresse ist freiwillig und wird nicht veröffentlicht.