MindsEye-Studio Build A Rocket Boy ist in Administration
Von Magnus Ohle Veröffentlicht 2 Minuten Lesezeit
Build A Rocket Boy, das Studio hinter MindsEye, befindet sich in einem britischen Insolvenzverfahren. Der Eintrag bei Companies House führt das Unternehmen seit dem 23. September 2026 als „In administration“. Als Verwalter sind Allister Manson von Opus Restructuring und Mark Harper eingetragen.
Damit ist die finanzielle Krise des von Leslie Benzies gegründeten Studios nun formell dokumentiert. Die Bestellung der Verwalter wurde am 25. September bei Companies House eingereicht. In Großbritannien soll eine Administration einem zahlungsunfähigen Unternehmen grundsätzlich die Möglichkeit geben, unter Aufsicht eines Verwalters eine Sanierung, einen Verkauf oder eine geordnete Verwertung zu erreichen. Was das konkret für Build A Rocket Boy, seine Beschäftigten und die weitere Unterstützung von MindsEye bedeutet, ist derzeit noch offen.
Der Schritt folgt auf weitere Entlassungen
GamesIndustry.biz berichtete unmittelbar vor Bekanntwerden des Verfahrens über eine weitere Entlassungsrunde bei Build A Rocket Boy. Das Studio war bereits seit dem schwierigen Start von MindsEye mit Personalabbau und wirtschaftlichem Druck konfrontiert.
Die jüngsten öffentlich einsehbaren Konzernabschlüsse von Build A Rocket Boy beziehen sich auf das Geschäftsjahr bis zum 30. September 2025. Companies House führt das Unternehmen trotz des laufenden Verfahrens weiterhin als „Active“ – das ist bei einer Administration kein Widerspruch, weil die Gesellschaft zunächst bestehen bleibt.
Was passiert mit MindsEye?
Eine konkrete Aussage zur Zukunft von MindsEye oder zu weiteren Projekten des Studios liegt bislang nicht vor. Auch die offizielle Website von Build A Rocket Boy bleibt erreichbar. Entsprechend wäre es verfrüht, aus der Administration unmittelbar eine Einstellung des Spiels oder eine Schließung des Studios abzuleiten.
Fest steht lediglich, dass nun die bestellten Verwalter eine zentrale Rolle bei den nächsten Schritten des Unternehmens haben. Sobald sich daraus belastbare Folgen für MindsEye, Beschäftigte oder laufende Projekte ergeben, lässt sich die Lage konkreter einordnen.
Quellen: Companies House, GamesIndustry.biz, Build A Rocket Boy