Analogue Super Nt+ und Mega Sg+: Originalmodule statt 4K – das können die neuen Konsolen
Von Gameforest Redaktion Veröffentlicht 3 Minuten Lesezeit
Analogue bringt Super Nt+ und Mega Sg+ zurück: Zwei neue FPGA-Konsolen für originale Nintendo- und Sega-Module sollen im Dezember 2026 ausgeliefert werden. Anders als Mini-Konsolen mit vorinstallierten Spielen richten sie sich an Menschen, die ihre alten Cartridges weiterhin benutzen möchten. Beide Geräte verbinden diese Module per HDMI mit modernen Bildschirmen und kosten jeweils 219,99 US-Dollar.
Der Unterschied liegt im Spielebestand: Der Super Nt+ nimmt Module für Super Nintendo und Super Famicom auf. Der Mega Sg+ ist für Mega Drive und Sega Genesis ausgelegt. Analogue verwendet bei beiden einen programmierbaren Hardwarechip (FPGA), der die Funktion der damaligen Konsolen nachbildet, statt die Spiele per Software-Emulator auszuführen.
Das Sega-Modell reicht weiter in die 8-Bit-Zeit zurück
Mit dem Mega Sg+ lässt sich auch die Master-System-Bibliothek nutzen: Ein passender Moduladapter liegt dem Gerät bei. Für Game Gear, Sega My Card und weitere ältere Sega-Systeme sind zusätzliche Adapter erforderlich. Der Anschluss an ein originales Sega CD oder Mega CD bleibt erhalten. Für CD-Spiele muss die entsprechende alte Erweiterung allerdings selbst vorhanden sein.

Beide Konsolen sind laut Hersteller unabhängig von der ursprünglichen Modulregion nutzbar. Die Auswahl der Gehäusevarianten ändert daran nichts: Super Nt+ erscheint in Classic, SF und Black, Mega Sg+ in USA, EU und JP.
Funkcontroller und USB-C statt eines Sprungs auf 4K
Die wichtigsten Neuerungen betreffen die Bedienung. Bluetooth und 2,4-GHz-Funk sind jetzt integriert. Damit lassen sich kompatible 8BitDo-Controller und weitere Gamepads ohne zusätzlichen Funkempfänger koppeln. Anschlüsse für klassische kabelgebundene Controller bleiben erhalten. Außerdem können Besitzer die Geräte über den ersten Controller ein- und ausschalten.
Die Stromversorgung läuft über USB-C, eine USB-A-Buchse dient vor allem der Verbindung mit dem Analogue DAC oder dem Laden von Controllern. Für einen Röhrenfernseher wird der separat erhältliche DAC benötigt. Wer ein Modul wechseln möchte, kann das Spiel im Menü beenden und die Cartridge anschließend ohne Ausschalten der Konsole tauschen.
Bei der Bildausgabe bleibt es bei maximal 1080p über HDMI. Analogue nennt verschiedene Seitenverhältnisse und Scanline-Effekte, aber keine 4K-Ausgabe. Auch Funktionen anderer Analogue-Geräte wie Spielstand-Snapshots, Screenshots oder offene FPGA-Kerne (openFPGA) sind nicht vorgesehen. Die neue Generation ist damit vor allem eine bequemere Möglichkeit, originale 16-Bit-Spiele zu nutzen, kein allgemeines System für ROM-Dateien oder eine umfangreichere Retro-Spielbibliothek.
219,99 Dollar – zusätzliche Kosten für Controller und Import möglich
Die Vorbestellungen sollen am Montag, 19. Oktober 2026 um 17 Uhr deutscher Zeit beginnen. Beide Modelle kosten jeweils 219,99 US-Dollar und sollen im Dezember 2026 verschickt werden. Ein endgültiger deutscher Gesamtpreis einschließlich Versand und möglicher Einfuhrabgaben geht aus diesen US-Preisangaben nicht hervor.
Ein Controller und Spiele gehören bei keinem der beiden Modelle zum Lieferumfang. Analogue bietet passende 8BitDo-Controller separat für 29,99 US-Dollar an. Im Karton liegen unter anderem ein HDMI-Kabel, ein USB-C-Kabel, ein Netzteil und zwei Modulreiniger. Käufer aus Deutschland sollten beachten, dass das beigelegte Netzteil nach der offiziellen Produktbeschreibung einen US-/Japan-Stecker hat.
Wer bereits Originalmodule und passende Controller besitzt, erhält damit moderne Anschlüsse und Funkunterstützung, ohne seine Spiele neu kaufen zu müssen. Wer dagegen gar keine alten Cartridges hat, benötigt neben der Konsole erst noch Spiele: Eine integrierte Sammlung ist ausdrücklich nicht enthalten.